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Bei der Razzia am vergangenen Mittwoch in Schömberg hat die Polizei auch zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sie sollen 19 illegale Arbeitskräfte an Firmen in der Region vermittelt haben.

Es war eine der größten Razzien gegen illegale Beschäftigung in der Region Nordschwarzwald in den vergangenen Jahren. Mit rund 20 Mannschaftswagen und duzenden Beamten war die Polizei am Mittwoch im Schömberger Ortsteil Langenbrand im Einsatz. Dort durchsuchten sie vor allem ein neu renoviertes, dreistöckiges Hotel, in dem die 19 illegal nach Deutschland eingeschleusten Männer offenbar gewohnt hatten.

Ermittler hatten Hinweise bekommen

In dem Hotel wurden auch zwei mutmaßliche Schleuser angetroffen und fest genommen. Offenbar hatte die Polizei bereits vor längerer Zeit Hinweise erhalten, dass in der Region Calw/Pforzheim Schleuser aktiv seien, die Arbeitssuchende von außerhalb der EU mit gefälschten Papieren versorgen und ihnen dann  im Nordschwarzwald Jobs vermitteln. 

Polizei stellt sechsstelligen Betrag sicher

Bei den beiden mutmaßlichen Schleusern wurde auch Bargeld in sechsstelliger Höhe beschlagnahmt. Woher die 19 illegalen Arbeitnehmer stammen, wurde nicht genannt.  Sie stammen möglicherweise aus Osteuropa und werden nun wieder nach Hause geschickt.

Ermittlungen auch gegen Arbeitgeber

Ermittelt wird aktuell auch gegen Arbeitgeber der illegal eingereisten Männer. Sie waren laut Polizei in allen möglichen Branchen beschäftigt. Dabei geht es auch um die Frage, ob die Arbeitgeber wussten, dass sie Illegale beschäftigen oder ob sie ebenfalls von den mutmaßlichen Schleusern betrogen worden sind.

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Bei einer Durchsuchungsaktion gegen illegale Schleuser in Schömberg (Landkreis Calw) hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Gegen zahlreiche weitere Personen wurde Anzeige erstattet.  mehr...

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