Oliver Bodrogi aus Rheinstetten findet als Rocker zu Jesus (Foto: SWR)

Christlicher Biker mit Mission

Vom Drogenrausch zum Rocker für Jesus - Wie ein Rheinstettener Christ wurde

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AUTOR/IN
Hannah Radgen

Für Christen hat das Osterfest mit der Wiederauferstehung eine hohe Bedeutung. Der Rheinstettener Motorrad-Rocker Oliver Bodrogi hat erst über Umwege seinen Glauben gefunden.

Sünden gab es im Leben des Oliver Bodrogi aus Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) genug. Mehr als einmal stand er am Abgrund, im Rausch zwischen Alkohol, Drogen und Gewalt lebte er von Party zu Party.

"Mit 23 war ich hochaggressiv und kriminell, hab immer wieder vor einem Richter gestanden."

In der Schule war er der Außenseiter, im streng katholischen Elternhaus fühlte er sich eingesperrt. Er war sogar Ministrant, doch an Gott zu glauben wirkte für ihn wie ein Zwang. Er wird gemobbt und will den Spieß umdrehen. Später geht er kaum einer Prügelei aus dem Weg.

"Ich hatte Spaß daran andere zu verletzen. Waffen wie Revolver oder Messer - das war damals meine Religion!"

Weg zum Glauben an Christus war ein schleichender Prozess

Oliver Bodrogi hat seinen zum Wohnmobil umgebauten Rettungswagen am Rheinufer bei Eggenstein-Leopoldshafen geparkt und klickt sich auf seinem Laptop durch Fotos aus alten Zeiten. In den 1990ern wurde er Teil der Heavy-Metal-Szene mit allem was dazugehört. Seine Mutter wollte ihm keine Aufnäher auf die obligatorische Kutte nähen, da erfuhr er von der Nachbarin seines besten Freundes. Bei der überzeugten Christin lässt er sich ab da regelmäßig Aufnäher auf seine Kutte nähen.

"Das Gottesgeschwätz wollte ich eigentlich nicht hören. Aber dann erzählte sie von einem liebenden Gott, der will, dass ich ein schönes Leben habe und das hat angefangen in mir zu arbeiten."

Mit jedem neuen Aufnäher und mit jedem Besuch erzählt sie ihm ein bisschen mehr von einem Gott, den der Rocker so bisher nicht kannte. Ab dem Zeitpunkt setzt er sich wieder ernsthaft mit dem Glauben auseinander.

Motorrad-Rocker mit Mission

Bodrogi wird Christ und räumt auch noch mit Klischees auf. Rocker und Religion – das geht auch zusammen. Mit seinem besten Freund gründet er 2014 die Newborn Bikers, gläubige Motorrad-Rocker auf einer Mission:

"Wir fahren raus in die Rocker-Szene, lernen die Leute kennen, um ihnen irgendwann mal von Gott erzählen zu können."

Denn dafür, sich zu ändern und nach christlichen Werten zu leben, sei es nie zu spät, meint Oliver Bodrogi. Das zeigt auch die Bedeutung des Osterfests.

"Er war tot und ist lebendig geworden. Und das geht auch mit unserem Leben. Das Alte hinter sich lassen und neu anfangen. Deswegen feiere ich Ostern."

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Hannah Radgen