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Die Corona-Lage in den RKH-Kliniken bleibt angespannt – auch in Bruchsal, Bretten und Mühlacker. Die Verantwortlichen befürchten eine weitere Zunahme von Covid-19-Patienten.

"Wir rechnen mit einem Höhepunkt in der letzten Dezemberwoche", sagte der medizinische Geschäftsführer der RKH-Kliniken Jörg Martin mit Blick auf die Zahl der Covid-Patienten. Die verschärften Anti-Corona-Maßnahmen könnten zum Jahresanfang zwar eine leichte Entspannung bringen. Aber durch die Lockerung an den Weihnachtstagen sei Ende Januar mit erneut deutlich steigenden Zahlen zu rechnen.

Mitarbeiter-Ausfälle bleiben Problem

Dazu kommen etwa 20 Prozent oder mehr Ausfälle unter den Mitarbeitern. Man begegne der Krise etwa, indem Personal flexibel in den Häusern eingesetzt werde. Man sei außerdem auf der Suche nach Pflegekräften. Aber der Markt sei "leergefegt", so Jörg Martin.

Neben den zunehmenden Covid-Patienten müssen die Kliniken auch noch den Normalbetrieb stemmen. Zwar wurde der zurückgefahren. "Es gibt aber zum Beispiel Tumor-Patienten oder Patienten mit Herzinfarkt, die müssen sofort behandelt werden", sagte Martin Schuster, der Chef der Intensivmedizin in der zu den RKH-Kliniken gehörenden Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal.

Alle Intensivbetten in Mühlacker belegt

Insgesamt ist in den RKH-Kliniken etwa ein Drittel der 117 Intensivbetten durch Covid-Patienten belegt. Es sind aber nur noch sechs Intensivbetten frei, zwei davon in Bruchsal und eins in Bretten. In Mühlacker sind alle fünf Intensiv-Betten durch Covid-Patienten belegt. Dazu kommt ein hoher Anteil an Covid-Patienten auf allen Normalstationen der RKH-Kliniken.

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