STAND
AUTOR/IN

Radfahren bei Minusgraden und Schnee auf den Fahrbahnen ist nicht ungefährlich. Trotzdem wollen einige Fahrradfahrer nicht darauf verzichten. Muss das sein? Ein Streitgespräch.

Muss das wirklich sein? - Kontra Radfahrer im Winter

Fahrradfahren bei Minusgraden ist Geschmackssache. Einige Radfahrer sind der Meinung, dass auch in einem Schneewinter wie diesem die Radwege wie zu allen anderen Zeiten auch frei zur Verfügung stehen sollten.

Keine Räumpflicht für Radwege!

Der Karlsruher ADFC-Vorsitzende Ulrich Eilmann sagt, auf den Radwegen, auf denen er gefahren sei, seien die Voraussetzungen katastrophal gewesen. Aber was erwarten Eilmann und Mitradelnde eigentlich Anfang Februar? Die Räum- und Streufahrer sind im Dauereinsatz und schaffen es kaum, die großen Hauptverkehrsstraßen freizuhalten. Radwege haben keine Priorität.

Radverzicht bei widrigen Wetterbedingungen

Autofahrer müssen im Winter entweder auch auf ihr Vehikel verzichten, oder wenigstens langsam auf verschneiten Straßen fahren. Der gesunde Menschenverstand sagt den meisten, dass Radfahren auf glatten Fahrbahnen gefährlich ist und deshalb möglichst unterlassen werden sollte.

Wer sich den Luxus und das Risiko des Winterradelns erlaubt, der muss mit den Voraussetzungen klar kommen - ein paar Tage im Jahr aufs Rad zu verzichten ist doch nicht zu viel verlangt?

Radfahren im Winter - ja oder nein? (Foto: Imago, IMAGO / Rech)
Radfahren im Winter - ja oder nein? Imago IMAGO / Rech

Herausforderung angenommen! - Pro Radfahren im Winter

Rücksicht ist keine Einbahnstraße, aber einige Radfahrer möchten auf ihr Verkehrsmittel der Wahl auch im Winter nicht verzichten. Wer sich im Winter bei eisigen Temperaturen, Schnee und Eis aufs Rad schwingt, der ist nicht zwingend lebensmüde, wie man sich von dem ein oder anderen anhören muss. Höchstens ein bisschen abenteuerlustig, nach dem Motto: Herausforderung angenommen.

Räumpflicht auch für Radwege?

Natürlich wäre es schön, wenn auch die Radwege von Schnee und Eis befreit würden. Schließlich wird von vielen Seiten gefordert - unabhängig von der Jahreszeit - dass mehr Leute aufs Fahrrad umsteigen sollen. Immerhin räumt der Winterdienst in Karlsruhe die Hauptradwege, aber manchmal kommt er einfach nicht hinterher.

Rad- und Autofahrer sind gleichberechtigt

Trotzdem: Radfahrer sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Eben weil viele komplett vom Auto aufs Rad umgestiegen sind, ist eine Alternative im Winter nicht immer verfügbar. Natürlich ist das Risiko bei winterlichen Bedingungen zu stürzen da, aber mit dem gesunden Menschenverstand lassen sich die Gefahren gut abschätzen.

Naive Verkehrsteilnehmer gibt es überall!

Den Leuten, die aktuell über Radfahrer entnervt den Kopf schütteln würde man gerne zurufen: Entspannt euch! Die meisten Radfahrer sind sich des Risikos durchaus bewusst und naive Verkehrsteilnehmer gibt es auch in anderen Bereichen. Etwas Luft raus aus den Reifen, Helm auf und mit angepasster Geschwindigkeit los – dann geht das Radfahren auch im Winter.

Fahrradwerkstatt Tipps zum Radfahren im Winter

Immer mehr Menschen nutzen das Rad auch jetzt in der winterlichen Zeit als Fortbewegungsmittel. Hier ein paar Tipps, damit Sie problemlos an Ihr ziel kommen!  mehr...

Kaffee oder Tee SWR Fernsehen

STAND
AUTOR/IN