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Ein Tresorraum, ein vermeintlicher Ex-Banker und Papierschnipsel statt Geldscheinen. Ein filmreifer Betrugsfall beschäftigt ab Donnerstag das Stuttgarter Landgericht. Der 63 Jahre alter Angeklagte soll eine Straßenbaufirma aus Gaggenau im Kreis Rastatt um eine Million Euro gebracht haben. Im März 2016 soll sich der Mann in einer Bank in Stuttgart als pensionierter Banker ausgegeben haben. Ein mutmaßlicher Mittäter hatte zuvor mit der Firma ein vermeintliches Millionengeschäft mit einer Million Euro Provision ausgehandelt. Der Angeklagte sollte als angeblicher Geldprüfer die Provision überprüfen. In Anwesenheit von zwei Firmenmitarbeitern soll der Angeklagte unter einem Vorwand das Geld in einen Umschlag gesteckt und statt zurückzugeben heimlich in einen Koffer gelegt haben. Die Firmen-Mitarbeiter erhielten einen ähnlich aussehenden Umschlag - aber mit Papierschnipseln statt Geld, der anstelle der Million wieder im Tresor landete. Vier Jahre später wurde der Angeklagte in Rumänien festgenommen.

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