KSK Soldaten bei einer Übung  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Foto: Kay Nietfeld)

Waffen, Sprengstoff und rechtsextreme Schriften gehortet

Ehemaliger KSK-Soldat äußert sich vor Gericht zu Vorwürfen

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Im Prozess um einen ehemaligen Elite-Soldaten der Calwer KSK am Landgericht Leipzig hat der Angeklagte die Taten eingeräumt. Bei dem 45-Jährigen waren Waffen, Munition und rechtsextremes Material gefunden worden.

Er habe das Material aus Restbeständen der Bundeswehr gesammelt und bei der Ausbildung genutzt, weil es in der Truppe immer wieder zu Engpässen gekommen war, sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt. Der Mann muss sich wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz verantworten.

Fall führte zur Reform

Der Fall hatte zu einer grundsätzlichen Debatte und dann zur Reform des Kommandos Spezialkräfte in Calw geführt. Die besonders in Verruf geratene 2. Kommando-Kompanie wurde aufgelöst.


Waffen, Sprengstoff und rechtsextreme Schriften gehortet

Bei einer Durchsuchung im Mai 2020 wurden im privaten Haus des Oberstabsfeldwebels und auf seinem Grundstück unter anderem zwei Kilo Sprengstoff, mehrere tausend Schuss Munition, Schusswaffen, Waffenteile und Schalldämpfer gefunden. Außerdem wurden bei dem ehemaligen KSK-Soldat Schriften mit rechtsextremen Inhalten gefunden.

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