Weihnachts(T)raum der ökumenische Citykirchenarbeit "fächersegen" am Karlsruher Marktplatz (Foto: SWR)

Weitere Aktionen vor Ostern geplant

Pop-Up-Kirche in Karlsruhe möchte weiter machen

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AUTOR/IN
Leonie Allinger

Seit Anfang Dezember gibt es in der Karlsruher Innenstadt die Möglichkeit, inmitten des Einkaufstrubels zur Ruhe zu kommen. Die ökumenische Citykirchenarbeit hat eine sogenannte Pop-Up-Kirche geschaffen.

In einem leer stehenden Ladengeschäft hat die ökumenische Citykirchenarbeit "fächersegen" die sogenannte Pop-Up-Kirche eingerichtet. Dienstags bis samstags können sich Passanten unter dem Motto "Weihnachts(T)raum" bei einer Tasse Tee und Plätzchen austauschen. Jetzt hat die Citykirchenarbeit eine positive Zwischenbilanz der Aktion gezogen.

Engelslicht, Weihnachtswald und Spielecke 

Man habe ein niederschwelliges Angebot für alle schaffen wollen, erklärt Mitorganisator Pfarrer Dirk Keller. Ohne Anmeldung können Passanten spontan in den Weihnachtsraum in der Fußgängerzone einkehren. Dort erwarten sie verschiedene Mitmachaktionen. "Besonders gut angenommen wird das Engelslicht. Die Menschen stellen sich unter einen Lichtkegel und vor ihnen erscheint ein zufällig ausgewählter Spruch", erklärt Keller.

Schaufenster der "Pop-Up-Kirche" in Karlsruhe mit Maria, Josef und dem Christuskind (Foto: SWR)
Schaufenster der "Pop-Up-Kirche" in Karlsruhe

Erfolgreich auch nach Weihnachten 

Ziel des "Weihnachts(T)raumes" ist es, die Weihnachtsbotschaft neu erlebbar zu gestalten. Trotzdem kommt das Angebot auch nach den Feiertagen noch gut bei den Passanten an.

"Am ersten Tag nach Weihnachten kamen rund 80 Menschen in unseren Store."

Bis jetzt hat der Weihnachtsraum rund 1.200 Interessierten Raum zum Kraft tanken geboten. Ob Familie mit Kindern, Rentner oder Alleinstehende - die Zielgruppe der Pop-Up-Kirche sei so bunt wie die Stadt und das Leben, erklärt Pfarrer Keller.

Vier bis fünf Ehrenamtliche arbeiten gleichzeitig im Weihnachtsraum. Sie sprechen Passanten auf der Straße an und laden zum Verweilen ein. Die Konfession spielt dabei keine Rolle.

"Bei uns kommen alle zusammen. Egal, ob Kirchenverbundene oder Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind."

Ein Raum des Weihnachts(T)raum (Foto: SWR)
Weihnachts(T)raum

Weitere Aktionen der Pop-Up-Kirche in Karlsruhe sind in Planung

Pfarrer Dirk Keller ist überwältigt angesichts des großen Zuspruchs, den die Aktion in der Karlsruher Innenstadt erfährt. "Damit hätten wir nicht gerechnet", gibt er zu. 2021 hatte die ökumenische Citykirchenarbeit versucht, den Passanten die Weihnachtsbotschaft mit Maria und Josef verkleidet auf dem Fahrrad näherzubringen. Diese Aktion kam jedoch weniger gut an. Aus dem vergangenen Jahr habe man einiges gelernt, um das Angebot dieses Jahr attraktiver gestalten zu können, betont Keller.

Der Erfolg des "Weihnachts(T)raums" motiviert die ökumenische Citykirchenarbeit, ihr Modell der zentralen Pop-Up-Aktionen weiterzuführen. Man könne sich etwas Ähnliches auch vor Ostern vorstellen. Daher sucht der "fächersegen" derzeit nach neuen leer stehenden Ladengeschäften. "Notfalls könnten wir aber auch das Kirchenfenster bei St. Stephan nutzen", so Pfarrer Dirk Keller. Genaueres entscheide sich im Januar. 

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