Mehrere Autos parken an einer Zufahrtsstraße zur Schwarzwaldhoschtraße, umgeben von einer wunderschönen weißen Winterlandschaft. (Foto: SWR)

Trotz schönem Winterwetter und vielen Besuchern

Verkehrschaos an der Schwarzwaldhochstraße bleibt weitestgehend aus

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Bei schönstem Winterwetter in den Höhenlagen gab es am Wochenende zwar wieder viele Besucher im Nordschwarzwald, aber das erwartete Verkehrschaos blieb weitestgehend aus.

Viele Ausflügler seien am Wochenende besonders früh in den Nordschwarzwald gekommen, so ein Polizeisprecher. Die Parkplätze seien bereits am Samstag- und Sonntagvormittag belegt gewesen, aber die meisten hätten sich an die Regeln gehalten und Beamte mussten nur vereinzelt Verwarnungen aussprechen.

Nur wenige Sperrungen für den Ausflugsverkehr

Im Laufe des Sonntags mussten zwei Straßen entlang der B500 gesperrt werden, weil keine Parkplätze mehr zur Verfügung standen, so Karen Stürzel von der Polizei Offenburg. Die Autofahrer hätten sich an die Anweisungen und Beschilderungen gehalten. Chaotische Zustände wie am vergangenen Wochenende habe es aber nicht gegeben, hieß es auf Nachfrage des SWR.

"Wir waren mit vielen Einsatzkräften vor Ort und wahrscheinlich konnte dadurch schon Schlimmeres verhindert werden."

Die Zahl der Sperrungen hielt sich auch am Samstag in Grenzen. Weil zu viele Fahrzeuge abgestellt wurden, musste am Samstagmittag die Landstraße zwischen Unterstmatt und Neusatzeck gesperrt werden. Auch die B28 zwischen Freudenstadt und der Schwarzwaldhochstraße sowie die Straße zwischen Obertal und Ruhestein wurden für den Ausflugsverkehr gesperrt.

"Die Ausflügler haben sich meisten sehr diszipliniert verhalten."

Bei überfüllten Parkplätzen sollen Zufahrten gesperrt werden

Am vergangenen Wochenende kam es auf der B500, der Schwarzwaldhochstraße, trotz starker Polizeipräsenz zu teilweise chaotischen Zuständen. Die Autos stauten sich, Rettungswege und Wege für Räumfahrzeuge waren zugeparkt - kurz: Es war zeitweise kein Durchkommen mehr. Solche Zustände will man künftig vermeiden. Es hat daher eine Sonderkonferenz von Verkehrsbehörden verschiedener Kommunen gegeben. Ein Ergebnis dieser Gespräche:

"Wenn die Parkplätze entlang der Schwarzwaldhochstraße belegt sind, werden die Zufahrten in die Höhengebiete für Pkws gesperrt."

Nachdem man am vergangenen Wochenende vergeblich auf die Vernunft der Autofahrer vertraut hatte, setzten die Behörden nun auf Durchgreifen. Polizei und auch die kommunalen Verkehrsbehörden waren an diesem Wochenende mit deutlich mehr Kräften im Einsatz. Der klare Appell an alle war: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berge zu fahren wird die klügste Entscheidung sein.

Saftige Bußgelder für Falschparker angekündigt

Auch Strafzettel sollten verteilt werden. Wenn beispielsweise Rettungswege blockiert werden, ist mit einem saftigen Bußgeld zu rechnen, so die Polizei. Auch Abschleppwagen sollten, wenn nötig, zum Einsatz kommen. Allein am letzten Wochenende wurden etwa 200 Strafzettel verteilt.

Der Hintergrund ist ernst: Im vergangenen Jahr gab es einen schweren Unfall im Höhengebiet. Der Rettungshubschrauber konnte wegen hunderter Wildparker nicht landen, und so mussten die Rettungskräfte eine verletzte Person über 800 Meter weit tragen. So etwas will man auf jeden Fall verhindern.

Straßensperren müssen beachtet werden

Gesperrte Zufahrtsstraßen werden nicht grundsätzlich von Beamten überwacht. Wenn Autofahrer die Sperren ignorieren, was laut Polizei leider oft vorkomme, dann werden sie an der Schwarzwaldhochstraße von Beamten empfangen, die sie wieder zurück ins Tal schicken.

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