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Das Karlsruher Landgericht hat am Mittwoch einen 30-jährigen Mann unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde schuldig befunden, einen Jäger aus Birkenfeld (Enzkreis) ermordet zu haben.

Das Karlsruher Landgericht verurteilte den 30-Jährigen neben Mordes auch wegen Raubs mit Todesfolge und Vergewaltigung. Laut dem Urteilsspruch hatte er einen Jäger aus Birkenfeld ermordet, um an dessen Schusswaffen zu kommen. Der Angeklagte habe den 50-jährigen Jäger durch einen Messerstich zu Boden gebracht und mit Fußtritten getötet, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Außerdem hatte der Angeklagte seine Ehefrau vergewaltigt.

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Hauptbeschuldigter beteuert Unschuld bis zum Schluss

Der Verurteilte hatte vor Gericht den Mord bis zuletzt bestritten, stattdessen beschuldigte er einen Mitangeklagten der Tat. Dieser wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte dem Hauptangeklagten nach Ansicht des Gerichts beim Transport der Leiche und der Waffen geholfen.

Plädoyers unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Weil es in dem Prozess auch um sexuelle Missbrauchsvorwürfe ging, wurden die Plädoyers im Karlsruher Landgericht nichtöffentlich gehalten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung wegen besonderer Schwere der Schuld gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die Leiche des Jägers war erst Wochen nach der Tat in einem Waldstück in Pforzheim gefunden worden.

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