Gebrauchte Festplatten ausgebaut (Foto: SWR)

Hochschulprojekt wird von EU gefördert

Recycling von Elektroschrott: Pforzheimer Pilotanlage rettet Seltene-Erden-Magnete

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Wie können Magnete aus wertvollen Seltenen Erden wiederverwertet werden? Dieser Frage gehen Forscher der Hochschule Pforzheim in einem von der EU geförderten Projekt nach.

Die Forscher der Hochschule Pforzheim haben jetzt eine Pilotanlage zum Recycling von Elektroschrott vorgestellt. In einem mobilen Container werden wiederverwendbare Magnete aus alten Festplatten getrennt. Der Container könnte in riesigen Rechenzentren zum Einsatz kommen, wo ausgediente Festplatten bisher mit ihrem kompletten Innenleben zerstört werden.

Mobiler Container zur Gewinnung wiederverwendbarer Magnete aus alten Festplatten (Foto: SWR)
Mobiler Container zur Gewinnung wiederverwendbarer Magnete aus alten Festplatten

Nachhaltiger und unabhängiger von China

Das Problem: In den Festplatten sind Magnete mit sogenannten Seltenen Erden verbaut - Metalle, die meistens in China umweltschädlich abgebaut werden. Solche Magnete kommen zum Beispiel auch in Elektromotoren, Windkraftanlagen oder Flachbildschirmen zum Einsatz. Um unabhängiger von China und nachhaltiger zu werden, fördert die EU seit 2019 das internationale Forschungsprojekt "SUSMAGPRO" mit 13 Millionen Euro.

19 Partner aus sieben Ländern

An dem Projekt unter Federführung der Hochschule Pforzheim sind 19 Partner aus sieben Ländern beteiligt, vom Recyclingunternehmen bis hin zu Firmen, die Magnete einbauen. Im Rahmen des Vorhabens werden vier Pilotanlagen für die Produktion von 110 Tonnen magnetischer Produkte pro Jahr aufgebaut. Anstatt Ressourcen auf Deponien zu entsorgen, sollen die Metalle wieder in neue Produkte für den europäischen Markt eingebaut werden, etwa in E-Motoren, Wasserpumpen oder Lautsprecher.

Unabhängiger durch Recycling

Durch die Energiewende und zunehmende Elektromobilität steigt die Nachfrage nach Seltenen Erden. Sie sind knapp und stehen auf der Rangliste der kritischen Rohstoffe ganz oben. China hat über 90 Prozent des Angebots unter seiner Kontrolle. Mit recycelten Magneten könnte sich Europa unabhängiger machen.

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