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In Pforzheim soll Deutschlands höchstes Haus in Holzbauweise gebaut werden. Der Gemeinderat hat den Plänen zugestimmt. Den Rang des höchsten Holzhauses könnte Pforzheim allerdings bald wieder abgeben.

Das Pforzheimer Holzhochhaus "Carl" soll mit 40 Metern den derzeitigen Spitzenreiter übertreffen. Dieser steht in Heilbronn und ist 30 Meter hoch. In Hamburg wird allerdings ebenfalls ein Hochhaus in Holzbauweise gebaut, es soll am Ende 65 Meter hoch sein. In Pforzheim wird also höchstens für kurze Zeit das höchste Holzhaus Deutschlands stehen.

Heimische Hölzer auf 14 Stockwerken

Was sicher ist: es wird das erste Holzhochhaus in Pforzheim werden. 14 Geschosse sind geplant, überwiegend sollen heimische Hölzer verwendet werden. Das Treppenhaus besteht aus Brandschutzgründen aus Stahlbeton. In dem drei Gebäude umfassenden Ensemble sind 73 Mietwohnungen und eine Kindertagesstätte für 100 Kinder geplant.

Im Pforzheimer Stadtteil Arlinger soll es so den Wohnungsmarkt entlasten. Bauherrin ist die Baugenossenschaft Arlinger. Im Herbst dieses Jahres soll Baubeginn sein, Ende 2023 soll "Carl" fertig sein.

Weniger CO2 als bei konventioneller Bauweise

Neben der EU unterstützt auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das Projekt, da Holz ein nachwachsender und klimaschonender Rohstoff sei. Insgesamt würden rund 2.000 Tonnen CO2 weniger entstehen als bei konventioneller Bauweise, so die Umweltstiftung.

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