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Mit einer Werbekampagne unterstützt die Stadt Baden-Baden ihre beiden Olympiastarter Carl Dohmann und Nathaniel Seiler. Damit soll auch bei allen in der Kurstadt die Vorfreude auf die Spiele in Tokio gesteigert werden.

Kein Zufall, dass ausgerechnet Baden-Baden eine Werbekampagne für die Olympischen Spiele startet, denn die Kurstadt trägt seit mehr als 20 Jahren den Ehrentitel "Olympische Stadt". Nicht zuletzt wegen des Olympischen Kongresses, der 1981 in Baden-Baden stattfand. Noch nie schafften es zwei Athleten aus der Stadt zu den Spielen.

Die beiden Geher Carl Dohmann und Nathaniel Seiler haben sich qualifiziert für die 50 Kilometer. Carl Dohmann ist schon zum zweiten Mal dabei und freut sich auf die Spiele, gerade auch nach den vielen Diskussionen um eine mögliche Absage.

Kampagne #meinweg soll Vorfreude auf Olympia steigern

"Natürlich ist dieses Hin- und Her ziemlich zermürbend, doch ich für meinen Teil bin jetzt im Fokus auf die Olympischen Spiele - ich will jetzt nur noch an diesen Wettkampf denken."

Im Baden-Badener Aumattstadion wurde am Dienstag die Olympia-Kampagne #meinweg vorgestellt, dort, wo Dohmann und Seiler als Kinder mit der Leichtathletik begonnen haben. In den kommenden Wochen werden überall in der Stadt Plakate mit den beiden Athleten zu sehen sein. Für den 25-jährigen Seiler wird damit die Vorfreude auf die Olympia-Premiere noch größer.

Carl Dohmann über die Plakat-Kampagne:

"Das ist mein Kindheitstraum. Das ist ein Ziel, auf das man jahrelang hinarbeitet. Es dann irgendwann zu schaffen, sich zu qualifizieren, fühlt sich dann irgendwann unwirklich an."

Rückenstärkung von Oberbürgermeisterin Mergen

Es werden andere Spiele als sonst, das ist jetzt schon klar. Wegen der Corona-Pandemie werden keine Fans aus Deutschland die beiden an der Strecke anfeuern. Die befindet sich nicht in Tokio, sondern in Sapporo. Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen weiß um die schweren Umstände bei den Spielen, deshalb auch die Rückenstärkung für die beiden Athleten, die übrigens auch nicht einmal von Angehörigen begleitet werden dürfen.

"Mit der Kampagne wollen wir Support geben, die beiden unterstützen, Mut machen und auch die Vorfreude transportieren, dass die Olympischen Spiele jetzt endlich stattfinden können."

Seiler will unter die Top 20 kommen und Dohmann hat sich vorgennommen, es besser zu machen als bei den Spielen in Rio. Da schaffte er es nicht ins Ziel.

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