STAND
AUTOR/IN

Die Diakonie Baden schlägt Alarm: Wegen der Corona-Krise wird es immer schwieriger, Obdachlose und andere Bedürftige Menschen adäquat zu versorgen. Abstandsregeln machen Nähe und Zuwendung schwierig. Auch Kälteräume werden knapp.

"Hilfe mit Abstand". Nach diesem Motto organisieren die Kommunen ihre winterlichen Hilfsleistungen für obdachlose Menschen. Die Kapazitäten der Obdachlosenunterkünfte sinken allerdings wegen der Pandemievorgaben.

Ausreichend Betreuungsangebote

Dennoch sehen sich die großen Städte gut gerüstet, auch im ersten "Corona-Winter" ausreichend Aufenthalts- und Schlafplätze für Wohnungslose bereitzuhalten. Auch Hilfsorganisationen wie das Diakonische Werk in Karlsruhe rechnen damit, daß die Betreuungsangebote ausreichen. Günter Precechtel berichtet.

Schulden setzten Obdachlose unter Druck

Die Corona-Pandemie verschärft die prekäre Lage der wohnsitzlosen Menschen im Land. Zusätzliche Schulden setzten Obdachlose unter Druck, so die Diakonie Baden in Karlsruhe. Gegen viele Obdachlose würden wegen Verstößen gegen Kontaktbeschränkungen Bußgelder verhängt.

Einnahmequellen gehen verloren

Wohnsitzlose seien darüber hinaus in Schwierigkeiten, weil ihnen während der Pandemie Einnahmequellen wie Betteln oder Flaschensammeln verloren gingen, so die Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Nach den Angaben gibt es zudem Defizite bezüglich der Versorgung von Obdachlosen. Zugesagte staatliche Sonderhilfen von 750.000 Euro seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

STAND
AUTOR/IN