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In die Sanierung der Stadthalle in Karlsruhe kommt Bewegung: nachdem die Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro für Haustechnik gekündigt wurde, hat sich die Stadt jetzt auf einen neuen Auftragnehmer geeinigt.

Das Planungsbüro der SSP AG aus Bochum soll ab sofort die technische Ausrüstung der Stadthalle in Karlsruhe übernehmen. Mehrere Ingenieurbüros hatten sich dafür in einem EU-weiten Verfahren beworben. Das Angebot der Ingenieurgesellschaft aus Bochum habe sich nach der Prüfung als das wirtschaftlichste erwiesen, so die Stadt in einer Mitteilung. Die SSP AG übernimmt damit bei der Sanierung der Stadthalle eine zusätzliche Aufgabe, sie ist auch für die Architektur des Gebäudes verantwortlich.

"Wir sind sehr dankbar, einen Partner gewonnen zu haben, der sich nun mit einem erweiterten Aufgabenumfang ins Projekt einbringt"

Daniel Fluhrer, Baudezernent der Stadt Karlsruhe

Streitereien führten zum Stillstand

Seit dem Sanierungsbeginn vor vier Jahren standen die Arbeiten an der Stadthalle immer wieder still. Grund waren Streitereien mit dem Ingenieurbüro – bis die Stadt den Vertrag mit ihm kündigte.

Mit den neuen Planern aus Bochum wolle man jetzt die Chance zu einer Neuausrichtung des Projektes nutzen, so die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU).

"Die Stadthalle nimmt eine unverzichtbare Rolle für den Kongressstandort Karlsruhe als Herzstück des Ensembles am Festplatz ein"

Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der KMK

Sanierung mit offenem Ende

Wann die Stadthalle fertiggestellt wird und wie hoch die Sanierungskosten sein werden, bleibt weiter offen. Zuletzt war von 80 Millionen Euro die Rede. Die Verantwortlichen hoffen jetzt mit den neuen Planern, Tempo in das Projekt zu bringen. Es gelte weiterhin mit Hochdruck die Planungsleistungen fertig zu stellen, damit allen Beteiligten zeitnah ein klarer Projekt- und Zeitplan samt Kostenhochrechnung vorliege, erklärten Luczak-Schwarz und Fluhrer gemeinsam. Nur so könne man dem Projekt wieder einen verlässlichen Rahmen geben.

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