Der Luchs Karlchen im Karlsruher Zoo (Foto: Pressestelle, Zoo Karlsruhe, Timo Deible)

Tor zum Nationalpark Schwarzwald

Neues Luchsgehege für Karlchen und Co im Karlsruher Zoo

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AUTOR/IN
Jürgen Essig

Im Karlsruher Zoo wurde das neue Luchs-Gehege seiner Bestimmung übergeben. Das 1.200 Quadratmeter große Areal am Lauterberg ermöglicht eine artgerechtere Haltung und hat 900.000 Euro gekostet.

Das neue Luchsgehege am Steilhang des Lauterberges bietet den Tieren die zehnfache Fläche und dient gleichzeitig als Tor zum Nationalpark Schwarzwald. Es ist die Heimat für vier Tiere, den Kater Karlchen, seine Partnerin Heidi und die Töchter Eva und Emely.

Der Bau des Geheges hat sich wegen des schwierigen Geländes immer wieder verzögert. Luchse gehören zu den bedrohten Tierarten. Karlsruhes Zoodirektor Matthias Reinschmidt hofft, dass die neue Anlage in Zukunft als Auswilderungsstation für Luchse dienen kann.  

"Was lange währt, wird endlich gut".

Die Luchse sind vor zwei Wochen von ihrer alten Anlage im Raubtierhaus in das naturnahe Gehege am Lauterberg umgezogen. Dort haben sie sich mittlerweile bestens eingelebt. Die neue Anlage zeichnet sich durch offene, sonnendurchflutete Flächen aus, die sich mit Dickicht, Geröll, Bäumen und Unterständen abwechseln. Die Besucher können die Tiere von zwei Plattformen aus beobachten.

Luchs Karlchen im neuen Gehege am Lauterberg im Karlsruher Zoo. (Foto: SWR)
Luchs Karlchen im neuen Gehege am Lauterberg im Karlsruher Zoo.

Verbindung Karlsruhes mit dem Nationalpark

"Es sind Tiere, die eigentlich bei uns heimisch waren, die der Mensch jedoch in der Region ausgerot­tet hat. Es wäre schön, wenn es vom Zoo Karlsruhe aus in Zukunft Auswilderungen im Schwarzwald gäbe", so Reinschmidt. Auch Marc Förschler, Zoologe im Nationalpark und Leiter des Fachbereichs Artenschutz, ist von der neuen Anlage begeistert. Das neue Tor zum Nationalpark im Zoo zeige die Verrbindung der Stadt mit dem Nationalpark.

Verena Schiltenwolf, Vorsitzende der LuchsInitiative Baden-Württemberg, begrüßt ebenfalls die Verbindung zwischen Nationalpark und dem Zoo. Sie hat die Hoffnung, dass möglichst schnell bestandsstützende Auswilderungen, im Schwarzwald durch die baden-württembergische Landesre­gierung ermöglicht werden.

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Jürgen Essig