Zweisystem-Fahrzeug des Karlsruhe Verkehrsverbunds KVV (Foto: Pressestelle, Karlsruher Verkehrsverbund KVV)

2.800 Arbeitsplätze bei AVG und VBK gesichert

Neuer Verkehrsvertrag der AVG: Mehr Züge und kürzere Fahrtzeiten

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Jürgen Essig

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und das Land Baden-Württemberg haben einen neuen Vertrag unterzeichnet. Er soll den Bahnverkehr im Raum Karlsruhe attraktiver machen.

Der neue Verkehrsvertrag zwischen der AVG und dem Land soll das Liniennetz zwischen Karlsruhe, Heilbronn und Bretten optimieren. Auch das "Karlsruher Modell", das die Verbindungen zwischen der Karlsruher Innenstadt und dem Umland ermöglicht, ist nun mit dem neuen Vertrag für die nächsten 15 Jahre abgesichert. In den vergangenen Jahren seien umfangreiche und intensive Verhandlungen zwischen mehreren Partnern nötig gewesen, um die Einzelheiten des neuen Vertrages zu klären.

"Für uns ist es ein historischer Tag, dass wir dieses Model in die Zukunft bringen können."

Schnellere Verbindungen zum Fahrplanwechsel im Dezember

Auf den Strecken zwischen Heilbronn, Bretten und Karlsruhe soll sich das Angebot mit dem Fahrplanwechsel im Dezember deutlich verbessern: Die Fahrtzeit von Bretten zum Karlsruher Hauptbahnhof soll sich beispielsweise um 15 Minuten verkürzen und zum Flughafen in Frankfurt am Main um 21 Minuten. Auch die Anbindung von Oberderdingen und Freiburg wird laut der AVG 26 Minuten schneller sein. Für den Landrat Christoph Schnaudigel ist das ein "Quantensprung". Weitere Details zu anderen Strecken sollen in den nächsten Monaten veröffentlicht werden.

Vertragsunterzeichnung wichtiges Zeichen für die Region

Lange hatten die Behörden nach einer Möglichkeit gesucht, dieses Netz nicht europaweit ausschreiben zu müssen. Für Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) war das auch keine Option, wie er bei der Vertragsunterzeichnung betonte.

"Wir wollten das Karlsruher Modell in seiner Besonderheit erhalten."

Man habe lange um jeden Cent miteinander verhandelt und sich nichts gegenseitig geschenkt, so Hermann. "Es sind die längsten Verhandlungen gewesen, die wir je bei einem Verkehrsvertrag geführt haben. Aber mit 15 Jahren ist es auch der langläufigste Verkehrsvertrag", erklärte der Verkehrsminister. Damit werde das "Karlsruher Modell" für die nächsten Jahre gut abgesichert sein und Fahrgäste ein attraktives Angebot erhalten.

„Für die Stadt Heilbronn und unsere Region ist dieser Tag ein Meilenstein, um den ÖPNV noch attraktiver zu machen und die Mobilitätswende zu schaffen. Damit leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“ 

2.800 Arbeitsplätze gesichert

Für die Direktvergabe an die AVG, ohne EU-weite Ausschreibung, wurden eigens verschiedene Behörden zusammengefasst. Dieser "Karlsruher Gruppe" gehören das Land Baden-Württemberg, die Städte Karlsruhe und Heilbronn, die Landkreise Karlsruhe und Germersheim sowie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd an. Damit betrete man Neuland, so Germersheims Landrat Fritz Brechtel. Durch den Abschluss des Vertrages werden die Arbeitsplätze von 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) gesichert.

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