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Mit der offiziellen Einweihung der neuen Gasmotoren im Heizkraftwerk Pforzheim, haben sich die Stadtwerke am Donnerstag endgültig von der Kohle als Energiequelle verabschiedet.

Die fünf neuen Gasmotoren sind bereits seit Dezember 2020 in Betrieb. Sie sind ein wichtiger Teil der Fernwärme- und Stromversorgung der Stadt. In Spitzenzeiten erzeugen die fünf Gasmotoren 52 Megawatt Wärme und Strom und sparen jährlich rund 35.000 Tonnen CO2 ein.

Das Steinkohle-Zeitalter ist vorbei

Rund 100 Jahre lang wurde im Heizkraftwerk Pforzheim Steinkohle verheizt. Mit der neuen Anlage habe die Stadt den Kohleausstieg nun lange vor dem von der Bundesregierung gesetzten Zieljahr 2038 geschafft, sagte Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) bei der Einweihung der Gasmotoren.

"Es ist großartig, schon heute verkünden zu können, aus der Kohleverbrennung ausgestiegen zu sein."

Nur ein erster Schritt Richtung Klimaneutralität

Der Umstieg auf Erdgas sei in erster Linie ein Schritt, um die CO2-Emissionen kurzfristig zu reduzieren, so der Geschäftsführer der Pforzheimer Stadtwerke, Herbert Marquard. Langfristig sollen die Motoren entweder mit CO2-neutralem Methangas oder mit grünem Wasserstoff betrieben werden, um wirklich klimaneutral zu werden.

Mit den Gasmotoren hätten die Stadtwerke nun aber eine wichtige Grundlage geschaffen, mit der schon jetzt 75 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 eingespart würden, so Marquard. Damit sei das Klimaziel für 2038 bereits jetzt übertroffen, was sowohl der Gesellschaft als auch dem Klima nütze. Das Investitionsvolumen für die neue Anlage betrug laut Stadtwerke rund 75,5 Millionen Euro.

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