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Sieben Religionsgemeinschaften haben am Sonntagmorgen gemeinsam in Pforzheim gefeiert. Anlass war das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan. Die Feier wurde im SWR Fernsehen übertragen.

Etwas Neues gestalten, das war das Ziel des Pforzheimer Rats der Religionen, der die Feier organisiert hat. Es war kein klassischer Gottesdienst, zu der andere Religionsgemeinschaften eingeladen wurden. Es war eine Feier, zu der jede Religionsgemeinschaft etwas beitrug: Texte, Gebete und Musik, jüdisch, muslimisch und christlich.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Sieben Pforzheimer Religionsgemeinschaften nehmen teil

Mit dabei waren Vertreter der alevitischen Gemeinde, der Ahmadiyya-Gemeinde, der Fatih-Moschee, der jesidischen Gemeinde, der israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, der jüdischen Gemeinde Pforzheim, der katholischen Kirche und der evangelischen Kirche. Die musikalische Gestaltung übernahm Kord Michaelis, der Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Landeskirche in Baden.

V. li.: Mülkiye Kurt, Christiane Quincke, Tobias Gfell, Eyas Elias, Dede Hasan Akbaba, Mirzeta Haug, Yavuz Cevik, Rami Suliman, Aftab Aslam © SWRKatrin Grünewald (Foto: SWR, Katrin Grünewald)
V. li.: Mülkiye Kurt, Christiane Quincke, Tobias Gfell, Eyas Elias, Dede Hasan Akbaba, Mirzeta Haug, Yavuz Cevik, Rami Suliman, Aftab Aslam © SWR/Katrin Grünewald Katrin Grünewald

Zunehmender Antisemitismus in Pforzheim

Dabei nahmen die Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften immer wieder Bezug auf Aktuelles, beispielsweise die Bombendrohungen gegen die Pforzheimer Fatih-Moschee im Februar oder die antijüdischen Wahlplakate der Partei Die Rechte im vergangenen Jahr. Rami Suliman von der israelitischen Religionsgemeinschaft sprach von einem zunehmenden Antisemitismus in Pforzheim. Gleichzeitig betonten er und Yavuz Cevik von der Fatih-Moschee aber auch die anschließende Solidarität der anderen Gemeinschaften.

Nächstenliebe und Solidarität als zentrale Themen

Nächstenliebe, Menschlichkeit und Solidarität waren die drei zentralen Themen der Feier, die gezeigt hat, dass sieben unterschiedliche Religionsgemeinschaften trotzdem genug Gemeinsamkeiten haben, um zusammen zu feiern.

Rat der Religionen setzt sich für interreligiösen Dialog ein

Die Feier fand ohne Zuschauer statt, wurde aber im SWR Fernsehen übertragen. Wer sie verpasst hat, kann sie in der ARD Mediathek nachschauen.

Der Rat der Religionen in Pforzheim wurde im Mai 2018 gegründet. Der Rat organisierte beispielsweise Mahnwachen nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle oder spricht jedes Jahr beim Pforzheimer Gedenktag am 23. Februar auf dem Marktplatz.

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