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Amtsinhaber Frank Mentrup (SPD) bleibt Oberbürgermeister in Karlsruhe. Er hat die OB-Wahl im ersten Wahlgang mit 52,6 Prozent der Stimmen gewonnen und sich gegen fünf Herausforderer durchgesetzt.

Große Erleichterung beim Amtsinhaber: Frank Mentrup ist der alte und neue Oberbürgermeister in Karlsruhe. Im ersten Wahlgang holte er 52,6 Prozent der Stimmen und kann nun die nächsten acht Jahre weiter regieren.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe steht fest. (Foto: SWR)
Das vorläufige amtliche Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe steht fest.

"Es ist nochmal was anderes zum zweiten Mal gewählt zu werden."

Frank Mentrup (SPD), Oberbürgermeister von Karlsruhe

Schafft er die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang?

Es war tatsächlich nicht klar, ob Mentrup es im ersten Wahlgang packt. Während die ersten Zwischenergebnisse reintröpfelten, konnte er zwar seinen Vorsprung ausbauen, der Knackpunkt waren allerdings die 50 Prozent. Um im ersten Wahlgang gewählt zu werden, brauchte Mentrup die absolute Mehrheit, die er am Ende mit 52,6 Prozent auch erreichte.

Die fünf anderen Kandidatinnen und Kandidaten gaben sich fair, gratulierten dem Wahlsieger schon früh, auch wenn einige auf einen zweiten Wahlgang gehofft hatten oder zumindest auf mehr Stimmen für sich selbst.

"5,7 Prozent wäre mein abgeschätztes Ergebnis gewesen, etwas enttäuscht bin ich schon. [...] Aber jetzt ist es so gekommen, das ist auch okay."

Paul Schmidt, AfD-Kandidat

Der Wahlkampf war geprägt von der Corona-Pandemie. Große Veranstaltungen gab es nicht, vieles hat sich in den sozialen Netzwerken abgespielt. Alles in allem war es aber ein äußerst fairer Wahlkampf, darin waren sich alle Kandidatinnen und Kandidaten einig.

Positive Überraschungen im Kandidatenfeld

Neben Mentrup, der als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grüne antrat, bewarben sich Sven Weigt (CDU/FDP), Petra Lorenz (Freie Wähler/Für Karlsruhe), Marc Nehlig (parteilos), Paul Schmidt (AfD) und Vanessa Schulz (Die PARTEI) um das Amt des Oberbürgermeisters.

Vor allem der 26-jährige Nehlig, der bisher politisch noch nicht in Erscheinung getreten war und keine Partei hinter sich stehen hatte, überraschte positiv. Er landete hinter Mentrup, Weigt und Lorenz auf dem vierten Platz. Aber auch die anderen Kandidatinnen und Kandidaten nahmen die Kandidatur ernst und hatten viele Ideen für Karlsruhe.

"Ich nehme [aus dem Wahlkampf] viel mit für meine Arbeit als Stadträtin und [...] das ist ein supertolles Erlebnis gewesen."

Petra Lorenz, OB-Kandidatin der Freien Wähler

Wahlbeteiligung höher als erwartet

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,4 Prozent. Was sich im ersten Moment wenig anhört, ist für eine Oberbürgermeisterwahl, bei der auch noch der Amtsinhaber wieder antritt, recht viel, sagt die Wahlleiterin Edith Wiegelmann-Uhlig. Bei der letzten Wahl lag die Wahlbeteiligung bei 42,4 Prozent.

Karlsruhe mit grün-roter Zukunft

Nun wird Karlsruhe in den nächsten Jahren von einer grün-roten Politik geprägt werden, noch stärker als in der vergangenen Amtszeit. Die Grünen sind seit der letzten Kommunalwahl stärkste Kraft im Gemeinderat und durch ihre Unterstützung konnten sie viele grüne Themen in Mentrups Wahlprogramm setzen.

Zuerst wird der alte und neue OB Mentrup aber ein bisschen feiern, hat er erzählt. Natürlich coronakonform, mit einer Zoom-Party.

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