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Der Künstler Markus Lüpertz hat damit begonnen, das erste überdimensionale Keramik-Relief für die künftigen Karlsruher U-Bahn-Haltestellen zu bemalen. Für ihn ist es ein ganz besonderes Projekt.

Das Kunstprojekt mit dem Namen "Genesis" besteht aus insgesamt 14 einzelnen Kunstwerken. Die Keramikplatten wurden in der Karlsruher Majolika hergestellt. Nun geht es ans Bemalen.

Das fordert sogar einen Künstler wie Markus Lüpertz heraus. Die Farben werden sich nach dem Brennen wieder verändern. So braucht er während des Malens viel Vorstellungskraft.

"Ich bin Neuling auf dem Gebiet, ich habe so eine große Arbeit mit Keramik und Farbe noch nie gemacht."

Markus Lüpertz, Künstler

Kunstwerke bleiben bis zum Schluss geheim

Alle Kunstwerke werden im Geheimen in der Karlsruher Majolika fertiggestellt. Erst bei der Eröffnung der U-Bahn-Haltestellen, sollen die Kunstwerke der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Kritik am Projekt

Das Projekt hat aber durchaus Kritiker. Es kostet die Stadt zwar nichts, weil es ausschließlich über Spenden finanziert wurde. Allerdings gab es vorher keine offizielle Ausschreibung oder einen Wettbewerb - was vor allem der jungen Kunstszene in Karlsruhe nicht gefiel. Auch das Thema, die biblische Schöpfungsgeschichte, polarisiert.

Dass er polarisiert, daran ist Markus Lüpertz allerdings gewöhnt. Er freut sich eher über eine gewisse Unsterblichkeit, dank des "Genesis"-Projekts.

"Keramik hält ewig."

Markus Lüpertz, Künstler
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