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Der Künstler Markus Lüpertz hat sein erstes Kunstwerk in der künftigen Karlsruher U-Bahn präsentiert. Es handelt sich dabei um die erste von 14 geplanten Installationen.

Mit der ersten installierten Keramik am Kronenplatz wollte Lüpertz den Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup laut eigener Aussage spontan überraschen. Mentrup habe sich vor Ort begeistert von dem Kunstwerk gezeigt. Die mit Glasur bemalte und dreidimensional geformte Tonfläche zeigt unter anderem die Umrisse eines Mannes, dessen Hand auf einem Totenschädel ruht.

Einweihung von Lüpertz-Kunst Ende 2021 geplant

Der Öffentlichkeit soll das Kunstwerk erst nach Fertigstellung aller Installationen präsentiert werden. Die Karlsruher U-Bahn soll Ende 2021 eingeweiht werden. Unmittelbar davor sei geplant, das fast 20 Tonnen schwere Gesamtkunstwerk einzuweihen, so der Verein "Karlsruhe Kunst Erfahren".

Das Kunst-Großprojekt steht unter Zeitdruck. Nachdem die Karlsruher Majolika nicht in der Lage war, die 14 großen Keramikreliefs zu fertigen, sollen sie jetzt bis kommenden November in Zell am Harmersbach entstehen. Bis April will Lüpertz alle Tafeln modelliert haben, danach müssen sie getrocknet, bemalt und mehrfach gebrannt werden. Die Keramikmanufaktur hat für das Projekt und für Lüpertz eine spezielle Tonmischung kreiert, die zuletzt in Laborversuchen für das Karlsruher Großprojekt getestet wurde.

Projekt durch Spenden und Sponsoren finanziert

Lüpertz will mit seinem Werk "Genesis" die Schöpfungsgeschichte darstellen. Vor allem aus Künstlerkreisen, aber auch von den Grünen war kritisiert worden, dass der Künstler ohne Wettbewerb beauftragt worden sei. Das gesamte Projekt wird nach Angaben des Vereins "Karlsruhe Kunst Erfahren" durch Spenden und Sponsoren finanziert.

Markus Lüpertz gilt als einer der bekanntesten Künstler der Gegenwart, er war in Karlsruhe zudem als Professor für Malerei an der Hochschule für Gestaltung tätig.

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