Der nasseste November in der Wettergeschichte: Drei Personen laufen mit Regenschirm durch den Regen (Foto: IMAGO, IMAGO / Michael Gstettenbauer)

Düster und Nass

Nasser November: Grundwasserstände in BW erholen sich

Stand
AUTOR/IN
Johannes Stier

Der November 2023 war laut Landesanstalt für Umwelt sehr nass und düster. Außergewöhnlich viel Regen im November hat zu einer Erholung des Grundwasserpegels in Baden-Württemberg geführt.

Der November war düster und sehr nass, sagt die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) in Karlsruhe. Mit außergewöhnlich viel Regen, war er einer der nassesten November in der Wettergeschichte. Der viele Regen habe dazu geführt, dass sich die Grundwasserstände in ganz Baden-Württemberg an den Messstellen auf überdurchschnittlichem Niveau befunden hätten.

Einer der nassesten November in der Wettergeschichte

Nicht nur der Grundwasserspiegel hat sich erholt, auch die durch Trockenheit geplagten Böden konnten dank des vielen Regens wieder etwas aufatmen. An der Messstelle Büchig bei Bretten (Kreis Karlsruhe) wurde im November die stärkste Zunahme der Bodenfeuchte seit 30 Jahren gemessen. Im ganzen Land sind die Grundwasservorräte zum Beginn des Winters auf überdurchschnittlichem Niveau, meldet die LUBW Karlsruhe. In diesem November fiel mehr als doppelt so viel Niederschlag wie in der sogenannten Vergleichszeit 1961-1990.

Für Viele ist tagelanger Regen kein Grund zur Freude, für unser Grundwasser schon.

Das Grundwasser geht seit Jahren zurück

Allgemein gehe das Grundwasser seit rund 20 Jahren zurück, so die LUBW. Seit dem Jahr 2003 haben sich die Trockenjahre gehäuft, die Grundwasserstände sind vielerorts in Baden-Württemberg nach und nach gesunken.

Umso mehr freuen sich die Expertinnen und Experten an der LUBW über einen November 2023, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen den drittmeisten Niederschlag gebracht habe. Und so war dann auch Ende November eine Entspannung der Grundwasserverhältnisse in allen Landesteilen zu beobachten.

Nasser Winter wäre ideal für 2024

Entscheidend für die Bildung von neuem Grundwasser im Land sind die Niederschläge in den kommenden Wintermonaten, erklärte Ulrich Maurer von der LUBW. Dies entscheidet, wie gut gerüstet das Grundwasser in den Sommer 2024 geht.

Erst wenn der Boden gut durchtränkt ist, kann die Neubildung des Grundwassers einsetzen. Die Grundlage hat der häufige Regen schon ab Mitte Oktober gelegt.

November 2023 war besonders düster

Wer den Monat November in diesem Jahr als ganz besonders grau empfunden hat, hat dies aus Sicht der Expertinnen und Experten der LUBW richtig eingeordnet. In Bezug auf die Sonnenscheindauer ist der November 2023 unter den dunkelsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951.

Die LUBW Karlsruhe ist zuständig für die Grundwasserüberwachung in Baden-Württemberg, und hat unter anderem rund 2.000 Grundwassermessstellen und rund 150 Quellschüttungsmessstellen, dort wird die Wassermenge an Quellen erfasst.

Mehr zu Regen und Grundwasser

Pfalz

Förster aus der Pfalz erklären Wochenlanger Regen: Was macht das mit dem Pfälzerwald?

Der Regen der letzten Wochen tut dem Wald in der Pfalz gut, heißt es von mehreren Forstämtern. Allerdings hat sich der Pfälzerwald von der Trockenheit der vergangenen Jahre noch nicht erholt.

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Karlsruhe

Trockenheit & Borkenkäfer Trotz mehr Regen: Wald in Mittelbaden hat sich nicht erholt

Obwohl es in diesem Jahr mehr geregnet hat, konnte sich der Wald im Schwarzwald, im Kraichgau und in der Rheinebene nicht erholen. Trockenheit und Borkenkäfer machen Probleme.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Baden-Württemberg

Nach Dauerregen Hochwasser in Baden-Württemberg: Rhein-Schifffahrt teilweise eingestellt

Weil der Rheinpegel eine kritische Marke überschritten hat, ist am Mittwoch auf vielen Abschnitten die Schifffahrt eingestellt worden. Im Rest von BW entspannt sich die Lage.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

Stand
AUTOR/IN
Johannes Stier