Lokführer der GdL mit Transparent bei Demonstration in Karlsruhe  (Foto: SWR, Foto: Wolfgang Hörter )

Streiken für bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen

Lokführer demonstrieren in Karlsruhe vor dem Schloss

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AUTOR/IN
Wolfgang Hörter
Johannes Stier

Die GDL will früher mehr Geld als die Bahn es vorschlägt - deshalb streiken die Mitglieder. In Karlsruhe haben Bahnmitarbeitende für ihre Anliegen demonstriert.

Über 100 GDL Mitglieder von Lokführer über Zugbegleiter bis zu Bordbistromitarbeitern haben am Montagmittag in Karlsruhe vor dem Schloss und auf dem Marktplatz für ihre Forderungen demonstriert. Von zahlreichen Kundgebungen bundesweit ist die Karlsruher GDL-Kundgebung die einzige in Baden-Württemberg.

Hoch zufrieden mit bisherigem Streikverlauf

Die Gewerkschaftsführung zeigte sich in Karlsruhe hoch zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Streiks. Die GDL-Mitglieder seien bereit, weiter zu streiken. Der stellvertretende GdL-Vorsitzende Norbert Quitter betonte gegenüber dem SWR, dass die Streikziele der Lokführergewerkschaft maßvoll seien. So habe man bei der Lohnforderung und der Höhe der Corona-Prämie bereits Abstriche gemacht. Der momentan dritte Streik in dieser Tarifrunde soll heute Nacht um 2 Uhr enden.

SWR Reporter Wolfgang Hörter berichtet über die Kundgebung:

​Mehr Lohn, eine Prämie und Streikziele

Die GDL fordert eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und fordert eine längere Laufzeit des Tarifvertrages. 

Bahnstreik neigt sich dem Ende zu

Nach dem mehr als fünftägigen Streik bei der Deutschen Bahn können Reisende und Pendler ab Dienstag aufatmen und sich auf einen normal funktionierenden Zugverkehr einstellen. Zum Wochenauftakt am Montag mussten sie allerdings noch einmal mit zahlreichen Zugausausfällen und Verspätungen klarkommen. Der bundesweite Ausstand der Lokomotivführer im Personenverkehr hatte am Donnerstag um 2.00 Uhr begonnen. Die mittlerweile dritte Streikrunde im laufenden Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn soll noch bis Dienstagmorgen 2.00 Uhr andauern.

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