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Ohne Lithium-Ionen-Akkus läuft beim E-Auto, E-Roller oder E-Bike nichts. Meistens wird das Metall in Südamerika unter katastrophalen Umweltbedingungen gewonnen. Dabei gibt es auch im Oberrheingraben Lithium. Das Karlsruher Institut für Technologie will es fördern.

Lithium ist mit Kobalt einer der wichtigsten Rohstoffe für Batterien, die beiden Metalle kommen aber auch in zahlreichen Hightech-Produkten vor. Das chemische Element Lithium ist ein sogenanntes Alkalimetall, in Batterien ist es in geladener Form wichtig für die Speicherung von Elektrizität. Der Lithium-Ionen-Akku bildet deshalb eine Basistechnologie vieler Anwendungen, auch bei Smartphones und Computern, E-Bikes oder Elektro-Autos.

Lithium in den Tiefen des Oberrheingrabens

In tiefen Gesteinslagen unter dem Oberrheingraben liegt ein mineralischer Schatz verborgen: Gelöst in salzigen Thermalwasserreservoiren befinden sich beträchtliche Mengen des Elements Lithium. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Energie Baden-Württemberg (EnBW) wollen jetzt eine Pilotanlage zur Förderung von Silicium aus dem Wasser von Geothermie-Anlagen im Oberrheingraben installieren. 

"Nach unseren Kenntnissen können es bis zu 200 Milligramm pro Liter sein. Wenn wir dieses Potenzial konsequent nutzen, dann könnten wir in Deutschland einen erheblichen Teil unseres Bedarfs decken.“

Geowissenschaftler Dr. Jens Grimmer, Institut für Angewandte Geowissenschaften (KIT)

Eine mögliche Pilotanlage könnte in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) oder dem elsässischen Soultz-sous-Forêts entstehen, dort betreibt die EnBW Geothermieanlagen.

SWR Reporter Jürgen Essig stellt das Lithium-Projekt des KIT vor:

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