Landtagspräsidentin Muhterem Aras zu Besuch in Karlsruhe (Foto: SWR, SWR, Teo Jägersberg)

Nicht bei Podiumsdiskussion berücksichtigt

Streit mit Schwaben beigelegt - Landtagspräsidentin Aras und Badener versöhnen sich in Karlsruhe

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Der Streit zwischen Badenern und Schwaben um eine Veranstaltung zum Landesjubiläum hat ein Ende gefunden. Die Landtagspräsidentin nahm sich der Sache persönlich an und gab ein Versprechen ab.

Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) und die Landesvereinigung Baden in Europa haben sich im Rathaus in Karlsruhe zu einem persönlichen Gespräch getroffen. Jetzt seien alle Irritationen ausgeräumt, betonten Aras und Landesvereinigungschef Peter Koehler gemeinsam nach ihrem Treffen.

Aras: 75-jähriges Jubiläum könnte in Baden stattfinden

Aras machte deutlich, dass die Podiumsdiskussion am 27. April in Stuttgart eine rein lokale Veranstaltung gewesen war, weshalb keine badischen Vertreter eingeladen waren. Falls es in Zukunft je wieder zu Unstimmigkeiten kommen sollte, lud Aras die Landesvereinigung Baden in Europa ein, sich jederzeit bei ihr zu melden. Ein Angebot, das vom Vorsitzenden gerne angenommen wurde. Koehler sagte, er hoffe, dass badische Interessen in Zukunft so mehr Gehör finden werden.

"Frau Aras hat uns ermuntert, sie direkt anzusprechen, sobald wir etwas haben. Sie würde uns jederzeit zur Verfügung stehen oder auch bereit sein, nach Karlsruhe oder sonst in eine badische Stadt zu kommen, um mit uns die Anliegen auszuräumen."

Landtagspräsidentin Aras verließ Karlsruhe noch mit dem Versprechen, sich dafür einzusetzen, dass der Festakt zum 75-jährigen Jubiläum des Landes in Baden stattfinden solle - sofern sie bis dahin noch im Amt sei.

Ärger zwischen Badener und Württemberger - was war passiert?

Eigentlich sollte das Jubiläum zum 70. Geburtstag des Landes Baden-Württemberg ein Anlass zum Feiern sein - doch es gab auch Ärger. Der Grund: Eine Veranstaltung am 27. April in Stuttgart mit der Podiumsdiskussion unter dem Motto "Wer wir sind! Wer sind wir?" war ohne badische Beteiligung organisiert worden.

"Es ist selbst beim Straßenbau so. Ich sage immer: Wenn eben eine Mehrheit im württembergischen Landesteil lebt und sieht, wo die Schlaglöcher sind, dann wird es da mehr Geld zur Verfügung gestellt als im anderen Landesteil."

Der Landtag und die Landeszentrale für politische Bildung sowie der Schwäbische Heimatbund hatten dazu eingeladen. Die Landesvereinigung Baden in Europa hatte daraufhin kritisiert, dass die badischen Vertreter keine Einladung bekommen hatten und schickten einen Brief an die Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne).

Aras erwiderte den Brief mit Bedauern und kam schließlich zu einem persönlichen Besuch ins Rathaus nach Karlsruhe. Hintergrund des jetzt beigelegten Disputs ist ein Streit, der auf die Gründung Baden-Württembergs vor 70 Jahren zurückgeht:

Baden-Württemberg

Veranstaltung zum Landesjubiläum Streit zwischen Baden und Württemberg: Noch kein Schlichtungstermin in Sicht

Einige Landtagsabgeordnete aus Baden fühlen sich benachteiligt. Daher soll es einen Schlichtungstermin geben. Wann dieser stattfindet, ist derzeit allerdings noch unklar.

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SWR