Lärmschutzmaßnahmen an der B500 (Foto: SWR)

Neue Maßnahmen an der Schwarzwaldhochstraße

Baden-Baden will weiter gegen Motorradlärm an der B500 vorgehen

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AUTOR/IN
Marei Becker
Marin Besinger

Zum Auftakt der Motorradsaison hat die Stadt Baden-Baden gemeinsam mit dem ADAC neue Maßnahmen auf der B500 eingeleitet. Gegen Motorradlärm und Raserei wurden Schilder aufgestellt.

Die B500 bei Baden-Baden ist mit ihren zahlreichen Kurven mitten durch den Schwarzwald eine beliebte Motorradstrecke. Mit steigenden Temperaturen, erhöht sich auch die Anzahl der Verkehrsteilnehmer, die sich oftmals nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und dabei Lärm und gegebenenfalls auch Unfälle verursachen.

Schilder als präventive Maßnahme 

Ein neuaufgestelltes Schild entlang der Schwarzwaldhochstraße, unterstützt und mitentwickelt vom ADAC, soll präventiv wirken und Motorradfahrerinnen und -fahrer um Rücksicht bitten. Durch die stark steigenden Zahlen, nimmt auch die Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner zu. Mit 100 Dezibel, so laut wie eine Kreissäge, werden vorbeifahrende Motorräder gemessen, so die Polizei.

"Wir müssen am Bewusstsein der Menschen arbeiten, auch am Bewusstsein der Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer und da sind so Schilder eine gute Möglichkeit."

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Neue Blitzer speziell für Motorradfahrer 

Gegen den Motorradlärm, und die damit eingehenden Beschwerden, geht die Stadt Baden-Baden auch mit weiteren Maßnahmen vor, unter anderem mit einem 140.000 Euro teuren sogenannten Enforcement Trailer, einem mobilen Blitzer. Mit dem Blitzer ist es möglich, sowohl von vorne, als auch von hinten ein Bild zu schießen und somit das Nummernschild der Verkehrsteilnehmer aufzuzeichnen.

"Wir wollen mit verschiedenen Maßnahmen aufklärend, sensibilisierend, präventiv aktiv sein und auch den Kontrolldruck verstärken."

Lärmschutzmaßnahmen an der B500 (Foto: SWR)

Geteilte Meinung in der Bevölkerung 

Inwiefern die Maßnahmen wirklich Veränderungen bringen, bleibt abzuwarten. Bürgermeister Roland Kaiser erzählt, dass die Anwohnerinnen und Anwohner zum einen erwarten, dass die Stadt mit harten Maßnahmen gegen die Lärmbelästigung vorgeht, zum anderen stößt man aber auch auf Empörung in der Bevölkerung.

Ein wichtiger Aspekt für das Ergreifen der Initiative sei auch die Sicherheit. Jedes Jahr gibt es Verletzte und Verkehrstote auf der kurvenreichen Strecke zu beklagen. Kaiser betont allerdings auch, dass sich der Großteil der Motorradfahrerinnen und -fahrer an die bestehenden Regeln hält.   

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