STAND

Die Zahl der Fahrgäste des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) ist in den vergangenen Wochen durch die Corona-Krise um rund 75 Prozent gesunken. Der Umsatz ist weniger stark eingebrochen.

Die Fahrpläne sind deutlich ausgedünnt, es sind kaum noch Menschen in den Bahnen. Züge, die fahren, sind nun doppelt so lang wie sonst, damit Fahrgäste den Sicherheitsabstand einhalten können. Die vergangenen Wochen haben bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben Spuren hinterlassen.

Weniger Fahrgäste, weniger Umsatz

Während die Fahrgastzahlen um rund 75 Prozent gesunken sind, sind die Umsätze nur um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Das liege daran, dass die meisten Kunden mit Abo- und Zeitkarten bislang treu bleiben und nicht gekündigt haben, so der KVV. Man setze auf die Kulanz der Kunden, um sich weiter finanzieren zu können.

Keine Entschädigungen für KVV-Kunden

Viele können ihre Abos derzeit aber nicht nutzen, zum Beispiel Schüler oder Berufstätige im Homeoffice. Bisher halten sich die Anfragen nach Abokündigungen laut KVV aber zurück, vermutlich weil viele noch abwarten und hoffen, dass sie bald wieder ihr Abo nutzen können. Entschädigungen zahlt der KVV nicht, allerdings wurden die Kündigungsfristen so verändert, dass man einfacher kündigen kann.

"Die Bürger und wir, die Verkehrsbetriebe, warten auf Signale aus Berlin und Stuttgart und dann wird das Kulanz-Thema sicher weiter diskutiert werden."

Michael Krauth, Karlsruher Verkehrsverbund

KVV bereitet sich auf Rückkehr zur Normalität vor

Der KVV sei auch auf eine mögliche Rückkehr zur Normalität gut vorbereitet. Es finden regelmäßig Abstimmungen zwischen den Verkehrsgesellschaften und dem Verkehrsministerium statt. Falls etwa Schulen und Geschäfte teilweise wieder öffnen, könne das ÖPNV-Angebot schnell angepasst werden.

STAND
AUTOR/IN