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Die Kunsthalle Karlsruhe zeigt seit Dienstag eine Ausstellung mit dem Titel "Systemrelevant? Dass und wie wir leben". Gezeigt werden Werke aus 500 Jahren, die sich mit Krisen beschäftigen.

Aus der hauseigenen Sammlung wurden für die Ausstellung 30 Kunstwerke ausgewählt. Sie setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit vergangenen Krisen und Katastrophen auseinander.

Von Dürer bis zum Zweiten Weltkrieg

Die Auswahl aus fünf Jahrzehnten Kunstgeschichte reicht von "Die apokalyptischen Reiter" von Albrecht Dürer über das Porträt eines Bettlers von Rembrandt und einem Gemälde von Gerhard Richter nach Luftaufnahmen zerstörter Städte im Zweiten Weltkrieg bis hin zu einem Aquarell der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura. Es zeigt eine schreiende Frau nach der Katastrophe von Fukushima. Die Werke beschäftigen sich mit Themen wie Leid, Schmerz, Naturkatastrophen, Fürsorge oder auch Hoffnung.

Gemälde Francisco de Goya: Ein Mann trägt einen Toten, 1815-20 (li.) und Albrecht Dürer: Die apokalyptischen Reiter, 1511 (Foto: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / A.Fischer / H.Kohler (Bild li.) und W. Pankoke)
Francisco de Goya: Ein Mann trägt einen Toten, 1815-20 (li.) und Albrecht Dürer: Die apokalyptischen Reiter, 1511 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / A.Fischer / H.Kohler (Bild li.) und W. Pankoke

"Die Kunsthalle möchte in der Art eines Zwischenrufs zur laufenden Debatte beitragen."

Pia Müller-Tamm, Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Bilder mit sozialem Abstand

Zwischen den Bildern wurden Texte gehängt. Sie stammen von ganz verschiedenen Menschen aus der Region, die darüber nachdenken, was sich durch die aktuelle Krise, die Corona-Pandemie, in ihrem Leben verändert hat und was sie persönlich für systemrelevant und unverzichtbar halten. Die Ausstellung reagiere laut Staatlicher Kunsthalle auf die Forderung nach sozialem Abstand in der Pandemie auch in der Hängung der Bilder.

Die Schau "Systemrelevant? Dass und wie wir leben“ ist bis zum 30. September in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen.

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