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Fußball-Zweitligist Karlsruher SC und der Vermarkter Sportfive haben sich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt. Hohe Schadenersatzforderungen gegen den KSC sind vom Tisch.

Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt, nachdem der KSC den Vermarktungsvertrag mit dem Sportfive-Vorgängerunternehmen Lagardère Ende 2018 und im März 2019 gekündigt hatte. Der Vermarkter hatte dagegen geklagt. Den Rechtsstreit hat der KSC verloren.

Außergerichtliche Einigung nach monatelangen Gesprächen

Der KSC war im Streit mit der Vermarktungsagentur im Oktober 2020 vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe in zweiter Instanz unterlegen, nachdem er zuvor bereits vor dem Karlsruher Landgericht verloren hatte. Nach Überzeugung des Gerichts waren die einseitigen Kündigungen des Vereins nicht rechtswirksam. Deshalb sollte der KSC verpflichtet werden, dem Vermarkter Schadenersatz vermutlich in Millionenhöhe zu zahlen. Der damals neugewählte KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze setzte auf eine außergerichtliche Einigung. Diese wurde jetzt erreicht.

"Wir schauen gemeinsam positiv in die Zukunft und freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Zusammenarbeit soll intensiviert werden

Nach der Einigung vermarktet sich der Karlsruher SC weiterhin selbst. Laut einer Mitteilung des Vereins arbeitet er jedoch mit Sportfive intensiv bei der nationalen Vermarktung und bei Sonderprojekten zusammen. Der Fußball-Zweitligist habe seit Mitte 2019 ein eigenes Team aufgebaut, heißt es weiter. Dieses Team werde in Zukunft durch einen Sportfive-Mitarbeiter in Karlsruhe ergänzt. Außerdem wurde zwischen dem KSC und dem Vermarkter eine Zusammenarbeit im Bereich Dienstleistungen vereinbart. Dazu gehören Werbebanden im Wildparkparkstadion und die Organisation von Servicepersonal.

"Im intensiven Dialog mit dem KSC wurde sowohl inhaltlich wie auch finanziell eine faire Lösung entwickelt, sodass wir auch künftig enge Partner bleiben."

SWR-Informationen: KSC leistet Entschädigungszahlung

Nach Informationen des SWR hat der Karlsruher SC im Rahmen der Einigung bereits eine Entschädigungszahlung für entgangene Vermarktungseinnahmen an Sportfive gezahlt. Außerdem ist Sportfive auch künftig prozentual an der Vermarktung des KSC beteiligt. Die Höhe der Beteiligung wurde nicht genannt, sie hängt jedoch von der Ligazugehörigkeit ab. Die jetzt bekannt gegebene Vereinbarung gilt bis 2025.

Fußball | 2. Bundesliga KSC verliert Rechtsstreit mit Vermarkter - beide Seiten suchen Lösung

Zweitligist Karlsruher SC strebt eine Lösung im Rechtsstreit mit der Vermarktungsagentur für Sportrechte, Lagardère Sports GmbH, an. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte am Mittwoch verkündet, dass zwei Kündigungen des Vereins nicht rechtswirksam sind. Deshalb sei der KSC zum Schadensersatz verpflichtet. Dieser soll jetzt vermieden werden.  mehr...

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