Weihnachtsmarkt Karlsruhe am Mittwochvormittag. Wenig Besucher sind unterwegs. (Foto: SWR)

Nach Ankündigung von Ministerpräsident Kretschmann

Karlsruhe: Oberbürgermeister kritisiert Landesregierung wegen Weihnachtsmarkt-Schließung

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Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) hat das geplante Verbot des Weihnachtsmarkts scharf kritisiert. Die Landesregierung will noch geöffnete Weihnachtsmärkte schließen.

Mentrup warf der Landesregierung Planlosigkeit vor, er sei geschockt von der Entscheidung. Der Karlsruher Weihnachtsmarkt, der unter 2G-Plus-Regeln stattfindet, sei der sicherste Ort in Karlsruhe, wenn man sich nicht gerade in ein Zimmer einschließt, betonte Mentrup gegenüber dem SWR.

Weihnachtsmarktbesucher werden zu privaten Feiern gedrängt

Infektiologisch sei die Entscheidung nicht begründbar. Man dränge das vorwiegend junge Publikum jetzt in unkontrollierte private Feiern, so Mentrup. Wann genau der Karlsruher Weihnachtsmarkt auf den verschiedenen Plätzen der Stadt schließen muss sei auch noch nicht mitgeteilt worden.

Diese Unsicherheit ist auch für die Schausteller auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt kaum aushaltbar. Am Mittwochmorgen ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

"Ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn man den BlackFriday nimmt, da hat man mit 3G in die Geschäfte gedurft. Bei uns gilt 2G-Plus im Freien. Das verstehe ich nicht."

Karlsruher Weihnachtsmarkt ist für Besucher sicher

Wer den Karlsruher Weihnachtsmarkt besuchen will muss durch eine der Schleusen. Impfnachweis vorzeigen, einen aktuellen Corona-Test, dazu die Registrierung über die Luca-App. Eigentlich der sicherste Ort in der Stadt, sagen enttäuschte Besucher.

Nicht nur sie, sondern auch die Schausteller fragen sich, wann das endgültige Aus kommt. Die Verunsicherung ist groß: "Wir wissen nichts", sagt eine Schaustellerin.

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"Der Marktplatz ist derzeit der infektionssicherste Ort in Karlsruhe, wenn man sich nicht gerade in ein Zimmer einschließt!"

Werden die Standgebühren erlassen?

Zusammen mit dem Gemeinderat versucht man im Rathaus, ein Corona-Hilfsprogramm für die Schausteller auf die Beine zustellen. Auf diese Weise sollen den Betroffenen wenigstens die Standgebühren für die vergangenen Tage erlassen werden.

Auch Pforzheim will den Beschickern des dort abgebrochenen Weihnachtsmarktes unter die Arme greifen. Unter anderem will man gegen einen symbolischen Betrag verderbliche Lebensmittel abnehmen und diese für soziale Zwecke weiterleiten. In einem Pop-up-Store in der Innenstadt sollen zudem Waren des Mittelaltermarktes verkauft werden.

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