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Nach der neuen Corona-Verordnung soll es für Hotspots strengere Maßnahmen geben - und Pforzheim gehört dazu. Mit 250 Infektionen in den vergangenen sieben Tagen ist die Stadt Spitzenreiter im Land. Doch wie sollen die Maßnahmen aussehen?

Was könnte, was würde, was müsste getan werden, wenn die angekündigten strengeren Regeln bekannt wären? Das fragen sich in Pforzheim Bürgermeister und Amtsleiter, Lehrer und Schüler, Geschäftsleute - eigentlich alle. Doch noch weiß niemand etwas. Nicht einmal, ob die Stadt überhaupt betroffen wäre. Denn in der Vergangenheit, wurden Pforzheim und Enzkreis zusammengerechnet - dann wäre man derzeit bei einem Inzidenzwert unter 200. Wenn nicht, könnte ein strenger Lockdown drohen: noch mehr Schließungen zum Beispiel, ein Verbot von Wochenmärkten bis hin zu Ausgangsbeschränkungen.Die Bürger dürften ihre Wohnung nur noch aus wichtigen Gründen verlassen: etwa für den Job, zum Einkaufen oder für Arztbesuche. Die Pforzheimer schwanken zwischen Verständnis und Sorge.

"Pforzheim ist halt der Hotspot, wenn es gar nicht besser wird, muss man eben einen Lockdown machen."

Bürgerin aus Pforzheim

Die Welt solle einfach mal für drei Wochen still stehen, meint ein anderer. Nur so könne das Corona-Virus eingedämmt werden, erklärt der Fußgänger SWR Reporter Peter Lauber.

Schweigen aus der Stadtverwaltung

Die Folgen von schärferen Regeln für die Stadt - die sorgt sicher auch im Rathaus für so manche Sorgenfalten. Äußern will sich am Dienstag aber niemand: keine Zeit, wegen Haushaltsberatungen, heißt es. Von Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) gab es bislang nur ein nüchternes Statement.

"Wir sind stark, wir werden das meistern"

Da sind sich die Schulen in der Stadt nicht so sicher. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wären auch sie betroffen. Stichwort: Wechselunterricht. Das bedeutet, die halbe Klasse wäre vor Ort in der Schule, die andere Hälfte zuhause. Wie das funktionieren soll, ist für Edith Drescher, Rektorin des Hilda-Gymnasiums, noch ein Rätsel. In verschiedenen Fächern würden die Schüler in Gruppen aus verschiedenen Klassen unterrichtet.

"Eine Klasse einfach nur zu halbieren, das funktioniert organisatorisch nicht."

Edith Drescher, Rektorin des Hilda-Gymnasiums

Ganz abgesehen davon, dass es in vielen Familien gar nicht die technischen Voraussetzungen für Online-Unterricht gebe. Das Schlimmste, erklärt Rektorin Drescher, sei die Ungewissheit, wann, welche Regeln kommen werden. Das mache die Situation für die Lehrer noch schwieriger.

"Wir hoffen, dass wir den Präsenzunterricht bis zu den Weihnachtsferien weiterführen können"

Rektorin Edith Drescher
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