STAND
AUTOR/IN

Was erhält die Gesundheit der Menschen? Diese Frage untersucht die Langzeitstudie "Gesundheit zum Mitmachen" des KIT seit 30 Jahren im Kurort Bad Schönborn.

Die Wechselbeziehungen zwischen Aktivität, Fitness und Gesundheit sind ein Schlüsselthema – für den Einzelnen und für die alternde Gesellschaft. Die vor 29 Jahren in Bad Schönborn (Kreis Karlsruhe) gestartete Langzeitstudie "Gesundheit zum Mitmachen" untersucht die Frage, was erhält Menschen gesund?

Dabei ist die Studie in Deutschland in mehrfacher Hinsicht einzigartig, sagt Professor Alexander Woll, Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft des KIT: "Zum einen verfolgen wir einen interdisziplinären, Medizin, Psychologie und Sportwissenschaft integrierenden Ansatz, bei dem es nicht nur darum geht, zu erklären, warum Menschen krank werden, sondern auch, was sie - im Sinne eines bio-psychosozialen Gesundheitsverständnisses - gesund erhält."

Die Ergebnisse der jetzigen Tests kommen im Herbst. Die Ergebnisse vor fünf Jahren haben aber bereits gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken, fünffach niedriger ist, wenn man sich zwei Stunden in der Woche regelmäßig bewegt. Gleichzeitig könne zu viel Training auch schädlich sein.

"Die Dosis macht das Gift. [...] Ein Übertraining kann das Immunsystem schwächen, aber wir haben eher das Problem, dass wir viel zu viele Menschen haben, die sich zu wenig bewegen."

Faktoren für erfolgreiches Altern

Auch die Dauer des Untersuchungszeitraums von inzwischen fast 30 Jahren ist etwas ganz Besonderes. Man könne so zum ersten Mal Faktoren für "erfolgreiches Altern" im Längsschnitt identifizieren. Die Studie im nordbadischen Bad Schönborn erforscht die Zusammenhänge zwischen körperlich-sportlicher Aktivität, Fitness und Gesundheit im mittleren und späten Erwachsenenalter.

Fast 1.000 Teilnehmer seit 1992

In der 1992 gestarteten Studie haben inzwischen sechs große Erhebungswellen stattgefunden. Dabei haben die bislang 959 Teilnehmer neben einem Fitness-Parcours eine Analyse der Körperzusammensetzung, eine ausführliche ärztliche Anamnese sowie freiwillige Bluttests absolviert und Fragebögen zur körperlich-sportlichen Aktivität und zur psychischen Gesundheit beantwortet.

Prof. Alexander Woll im Interview "Körperliche Inaktivität ist in der Krise keine gute Idee"

Kinder und Jugendliche bewegen sich deutlich weniger als in der Zeit vor Corona – auch weil es weniger Möglichkeiten für Sport und Bewegung gibt. Wir haben mit Alexander Woll vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) über die Folgen für Kinder geredet.  mehr...

Guten Morgen Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz

Karlsruhe

Langzeitstudie am Karlsruher Institut für Technologie Der Corona-Frust wächst: Jugendliche bewegen sich im Lockdown immer weniger

Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) warnen vor den Folgen des anhaltenden Lockdowns für die Gesundheit junger Menschen: Sie trieben deutlich weniger Sport, ihr Fernsehkonsum nehme zu.  mehr...

Schwache Gefäße Venenprobleme: Krampfadern vorbeugen und behandeln

Gezielte Übungen und Behandlungen helfen gegen Krampfadern – wir geben Tipps. Gerade im Herbst und Winter sollten sich Betroffene über das Entfernen von Krampfadern Gedanken machen.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Gesundheit Gleichgewicht – Warum wir hinfallen und wie wir uns aufrichten

Unser Bewegungsmangel hat fatale Folgen: Wir stürzen öfter. Wer die Stabilität des Körpers nicht trainiert, gerät leichter aus dem Gleichgewicht. Auch psychisch. Aber, üben hilft!  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Schlafforschung Guter Schlaf trotz Pandemie

Mangelnde Bewegung, wenige soziale Kontakte und eine unsichere Zukunft. Viele fühlen sich während der Pandemie körperlich und geistig belastet. Was bedeutet das für unseren Schlaf? Macht Corona schlaflos?  mehr...

STAND
AUTOR/IN