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Die Kirchen in der Region wollen weiter Präsenzgottesdienste an Ostern abhalten. Die neuen Corona-Maßnahmen sehen dagegen vor, die Ostergottesdienste virtuell durchzuführen.

Die Maßnahmen treffen die Kirchen in der Region bereits zum zweiten Mal. Im vergangenen Jahr waren die höchsten Feiertage im Christentum, Karfreitag und Ostersonntag mit dem Beginn des harten Lockdowns zusammengefallen. Wenn möglich soll es über die Osterfeiertage keine Präsenzgottesdienste geben, heißt es jetzt in den neuen Lockdown-Beschlüssen von Bund und Ländern.

Gottesdienste sind längst vorbereitet

Die Gemeinden hat es kalt erwischt. Die Planungen für die Ostergottesdienste sind in vollem Gange: "Wir freuen uns, dass wir nach derzeitigem Stand gemeinsam Gottesdienste über Ostern feiern dürfen", heißt es zum Beispiel auf der Internetseite der Luthergemeinde in der Karlsruher Oststadt. Fünf Gottesdienste für die Zeit zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag sind geplant, entsprechend groß war dann auch die Ratlosigkeit im Pfarramt am Dienstagmorgen.

Kirchen haben sich mit ihren Hygienekonzepten sicher gefühlt

Der Pastor der Freikirche "Treffpunkt Leben" in Karlsruhe, Philipp Hoenes, erklärt, er sei überrascht und es sei frustrierend, so kurz vor Ostern, dem Highlight im Kirchenjahr, für viele Gläubige wichtiger als Weihnachten, diese Nachricht zu bekommen. Die Kirchen haben sich mit ihren inzwischen eingeübten Hygienekonzepten relativ sicher gefühlt haben. Hoenes erklärte auf Nachfrage, er empfinde die Bitte an Ostern nur virtuell Gottesdienst zu feiern als sehr starke Einschränkung seiner religiösen Freiheit.

Kretschmann will noch mit den Kirchen sprechen

Die Kirchen wollen ihre Gottesdienste zu Ostern offensichtlich nicht kampflos aufgeben. Aus der Freikirche "Treffpunkt Leben" hieß es, man könne sich vorstellen, wenn es bei einer Bitte bleibe, dass man dieser nicht nachkomme. Beschlossen sei zu den Gottesdiensten aber noch nichts. Auch die Evangelische Landeskirche Baden äußert sich ähnlich: "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehe man keine Notwendigkeit, die strengen und bewährten Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern", heißt es in einer Stellungnahme. So argumentiert auch die katholischen Kirche: Man wolle die Gespräche mit dem Bundesinnenminister bzw. mit dem Ministerpräsidenten abwarten.

Karlsruhe

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