Der Karlsruher Tennisprofi Yannick Hanfmann bei seinem Sieg gegen Thanasi Kokkinakis (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Frank Molter)

Australian Open in Melbourne

Karlsruher Yannick Hanfmann steht vor Duell gegen Rafael Nadal

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Ein Duell mit einem Topstar: Der Karlsruher Tennisspieler Yannick Hanfmann trifft am Mittwoch bei den Australian Open auf Tennisstar Rafael Nadal.

Der Karlsruher Profi steht nach seinem Sieg gegen Thanasi Kokkinakis damit in der zweiten Runde der Australian Open. Zuvor hatte der 30-Jährige am Montag überraschend den australischen Publikumsliebling bezwungen - und zwar mit 6:2, 6:3, 6:2.

"Ich hab' in der Quali sicherlich nicht besonders überzeugt, aber ich habe immer die Nerven behalten."

Das Match gegen Kokkinakis sei Wahnsinn gewesen, so Hanfmann. Die Atmosphäre auf dem Platz sei unglaublich gewesen, da die australischen Fans vor allem seinen Kontrahenten bis zum Schluss unterstützt hätten.

"Das hat sich angefühlt wie bei einem Einlauf in ein großes Fußballstadion."

Hanfmann bewahrt Ruhe und sichert sich Duell gegen Nadal

Hanfmann ließ sich dennoch nicht von dem lautstarken Publikum nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte nach knapp zwei Stunden seinen dritten Matchball. Sieg für Hanfmann, jetzt fordert er in der zweiten Runde den spanischen Tennis-Superstar Rafael Nadal heraus. Nadal hatte den US-Amerikaner Marcos Giron überzeugend mit 6:1, 6:4, 6:2 geschlagen.

SWR Reporter Teo Jägersberg berichtet:

Am Mittwoch, voraussichtlich gegen 3:30 Uhr deutscher Zeit, wird also der Weltranglisten-126. Hanfmann den 20-maligen Grand-Slam-Turniersieger Nadal bei den Australian Open herausfordern.

Immer wieder Fragen zu Australian-Open-Aus für Novak Djokovic

Mit den Diskussionen um den Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic waren der eigentliche Wettbewerb und die Leistungen der andereren Spielerinnen und Spieler bislang in den Hintergrund gerückt. Auch Hanfmann hat den Fall um den ungeimpften Djokovic verfolgt. Immer wieder wurde er von Journalisten bei Pressekonferenzen auf Djokovic angesprochen, erklärt er im Gespräch mit dem SWR. Zu dem Thema sei jetzt aber alles gesagt, der Karlsruher will sich jetzt ganz auf die Australian Open fokussieren.

"Am Ende wurde entschieden, dass er nicht spielt - das respektieren wir auch alle. Und die Australian Open sind noch immer die Australian Open - mit einem Top-Favoriten weniger."

Yannick Hanfmann zusammen mit seinem Team bei den Australian Open (Foto: Privat/Frank Moser)
Selfie vor der nächsten Runde: Yannick Hanfmann zusammen mit seinem Coach Frank Moser und Physiotherapeut Jonathan Januschke. Privat/Frank Moser

Für Hanfmann ist es nicht das erste Aufeinandertreffen mit Tennis-Ass Nadal. Bereits 2019 bei den French Open in Paris sind die beiden aufeinandergetroffen, damals hatte Hanfmann bei dem Spiel auf Sand deutlich das Nachsehen. Sein aus Baden-Baden stammender Coach Frank Moser ist sich vor dem Match am Mittwoch bei den Australian Open jedenfalls sicher: "Der Yannick braucht sich nicht zu verstecken."

DTB-Vize zum Fall Djokovic: Australisches Hin und Her "ist kritikwürdig”

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic sitzt in einem Quarantäne-Hotel in Australien. Statt des Siegertreppchens bei den Australian Open droht ihm die Abschiebung aus dem Land, weil er nicht gegen Corona geimpft ist. Eine Ausnahmegenehmigung erkennen die australische Behörden nicht an. Über den Fall Djokovic hat SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph mit dem Vizepräsidenten des Deutschen Tennis Bundes (DTB) Dirk Hordorff gesprochen. Er findet, dass die australischen Behörden sich unprofessionell verhalten haben.  mehr...

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