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Die Situation in der Karlsruher Musikszene ist weiterhin angespannt: Die Räumung vieler Proberäume rückt näher und Ausweichmöglichkeiten gibt es noch nicht. Welche Chance hat die Karlsruher Subkultur im Corona-Jahr 2021?

Wann genau die ersten Musiker ihre Sachen packen müssen, um Platz für Sanierung und Umbau zu haben, bleibt ein Geheimnis. Zu viele Faktoren spielten eine Rolle, so der Geschäftsführer der Karlsruher Immobilienfirma GEM, Martin Müller.

Kein fester Zeitplan für Sanierung

Das könnte heißen, dass eine Räumung der etwa 50 betroffenen Proberäume, die über die ganze Stadt verteilt sind, jederzeit erfolgen könnte, wenn eben die Faktoren dafür sprechen. Was aber nicht bedeutet, dass dann auch Mietverträge gekündigt würden. Aber ob die Ausweichflächen, die man bei der GEM den Künstlern anbieten will auch deren Bedürfnisse erfüllen, steht ebenso in den Sternen.
Wie diese Bedürfnisse aussehen, darüber berichtet SWR-Reporter Daniel Günther:

Ist das Rotag-Areal die Lösung für alles?

Die großen Hoffnungen der Kulturszene liegen weiterhin auf dem Rotag-Areal der Stadt, das von der Karlsruhe Liste als neues Kulturzentrum ins Gespräch gebracht worden war. Und während von internen Kreisen im Umfeld des Gemeinderates bereits positive Signale ausgehen, dämpft Kulturbürgermeister Albert Käuflein die Hoffnungen: Die Idee sei allenfalls mittelfristig umsetzbar, da die Räumlichkeiten ertüchtigt werden müssten und außerdem zurzeit vermietet seien.

Musiker wollen den Neuanfang selbst mitgestalten

Dass die Musikszene eine solche Ertüchtigung zu einem Teil auch in Eigeninitiative vornehmen würde, wie die neu gebildete Interessengemeinschaft bereits online bekräftigte, blieb bei dieser Einschätzung erst einmal außen vor. Dennoch muss für eine Nutzung das Baurecht geändert werden, betonte Käuflein. Und selbst dann würde das Rotag-Areal wohl nicht für die betroffenen Musikklubs infrage kommen.

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