In einem Depot des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) wird an dem durch Hochwasser beschädigten Gemälde restauriert. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Uli Deck)

Bilder sollen restauriert werden

Karlsruher Experten retten Bilder aus Ahrweiler

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Nach der Flutkatastrophe im rheinland-pfälzischen Ahrweiler wird ein Teil der Bilder aus dem dortigen Stadtmuseum in Karlsruhe restauriert. Im ZKM versuchen Experten seit Anfang August mehrere in Mitleidenschaft gezogene Kunstwerke zu retten.

Insgesamt zählte die Sammlung des Stadtmuseums Bad Neuenahr-Ahrweiler mehr als 2.800 Objekte. Ein Großteil war eingelagert, weil das Museum 2013 aus Brandschutzgründen geschlossen wurde. Bei der Flut vom 14./15. Juli wurde das Depot komplett geflutet.

In einem Depot des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) wird an dem durch Hochwasser beschädigten Gemälde gearbeitet. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Uli Deck)
In einem Depot des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) wird an dem durch Hochwasser beschädigten Gemälde gearbeitet. picture alliance/dpa/Uli Deck

Karlsruher Institut für Technologie hat Federführung

Für die Karlsruher Experten geht es um mehr als 30 Bilder und 250 Zeichnungen aus dem Ahrweiler Stadtmuseum. Diese müssten zuerst gereinigt werden, um sie dann restaurieren zu können, so die Experten. Die Hilfe für Ahrweiler ist der erste Einsatz des so genannten Karlsruher Notfallverbunds zur Rettung von Kulturgütern. Bundesweit sind in den vergangenen Jahren immer wieder solche Verbünde gegründet worden.

Auslöser waren Katastrophen wie das Elbhochwasser oder der Einsturz des Stadtarchivs Köln. Schadensereignisse wie diese machten deutlich, dass es im Kulturbereich eine Notfallvorsorge brauche, so der wissenschaftliche Leiter des Archivs am KIT. Das KIT hat bis 2023 die Federführung im Karlsruher Verbund.

In einem Depot des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) wird an dem durch Hochwasser beschädigten Gemälde restauriert. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Uli Deck)
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Tausende Arbeitsstunden notwendig

Inzwischen haben sich nach einem Aufruf bundesweit auch große Häuser gemeldet, die Patenschaften für die Restaurierung einzelner Objekte übernehmen wollen, wie die Geschäftsführerin des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz, Bettina Scheeder, sagte.

Darunter: die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Klassik Stiftung Weimar, das Jüdische Museum Berlin und das Landesmuseum Württemberg. Es seien sicherlich "Tausende Arbeitsstunden" nötig, sagte die Leiterin des Ahrweiler Stadtmuseums, Elisabeth Dühr.

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SWR