Künstliche Intelligenz aus Karlsruhe untersucht baden-württembergischen Koalitionsvertrag (Foto: Imago, IMAGO / Imaginechina-Tuchong)

Vierfach so viel Grün als Schwarz

Karlsruhe: Künstliche Intelligenz untersucht Koalitionsvertrag

STAND
AUTOR/IN

Acht Wochen nach der Landtagswahl ist jetzt der neue Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung in Kraft getreten. Das Karlsruher Start-Up "Things Thinking" hat den Koalitonsvertrag mit Hilfe von künstlicher Intelligenz untersucht.

Mithilfe einer Software hat das Start-Up den baden-württembergischen Koalitionsvertrag analysiert und die Parteiprogramme der Grünen und der CDU mit dem Vertrag verglichen. Das Fazit: In dem Abkommen steckt vier mal mehr grün als schwarz.

"Im Endeffekt kommt dann das gleiche raus, wie wenn man das als Mensch macht, aber in einem Bruchteil der Zeit."

Kann die Künstliche Intelligenz Nuancen erkennen und bewerten?

Die Unternehmer erhoffen sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine Erleichterung für die Nutzer. Ersetzen kann die Software den menschlichen Verstand allerdings nicht. Unschärfen oder schwammige Formulierungen wie beispielsweise in den Parteiprogrammen, kann die Maschine nicht erkennen. Die menschliche Auswertung des Koalitionsvertrags hätte, so der Einschätzung des Unternehmenschefs, Wochen gedauert, die Software-Auswertung nur einen Bruchteil der Zeit. Auf der Grundlage können Menschen und Experten dann eine Interpretation und Bewertung vornehmen.

Wo hakt es noch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz?

Die Maschine kann nur analysieren, aber nicht interpretieren, da sieht der Experte potentiell Gefahren um Dinge misszuverstehen. Deswegen sollte man, nach Einschätzung der Experte, KI immer in Kombination mit den Menschen einsetzen.

"Das Hirn, der Heuhaufen wird durch den Einsatz von KI kleiner. Die eigentliche Nadel sollte man als Mensch aber immer noch finden."

Als Mensch habe man ja vor allem oft das Problem die Menge an Informationen, auch die in Bezug auf den Koalitionsvertrag, zu bewältigen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Und genau da kann die Maschine helfen.

Karlsruhe

Internetseite "istdasfair.de" Künstliche Intelligenz aus Karlsruhe dient Verbraucherschutz

Die in Karlsruhe entwickelte Software "Semantha" versteht Sprache, unabhängig von der Wortwahl. Sie kann Texte lesen, deren Bedeutung verstehen und so den Menschen helfen, zum Beispiel bei Verträgen.  mehr...

Stuttgart

Grün-schwarze Neuauflage Grüne und CDU stimmen für erneute Koalition in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wird es auch in den kommenden fünf Jahren eine grün-schwarze Landesregierung geben. Auf getrennten Online-Parteitagen stimmten Grüne und CDU dem verhandelten Koalitionsvertrag jeweils mit großer Mehrheit zu.  mehr...

STAND
AUTOR/IN