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In der Stadt Karlsruhe wurden die seit Dienstag geltenden Beschränkungen wieder aufgehoben. Grund ist, dass die Stadt die Corona-Inzidenz von 100 bereits zum fünften Mal in Folge unterschritten hat.

Karlsruhe darf lockern, der Landkreis jedoch nicht. Die Stadt Karlsruhe liegt bereits seit fünf Tagen unter einem Inzidenzwert von 100. Damit darf beispielsweise der Karlsruher Zoo umgehend wieder öffnen und der Einzelhandel erneut seine Kunden nach dem Click-and-Meet-Prinzip in den Geschäften empfangen können. Auch dürfen sich nun wieder zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen.

Keine Lockerung im Landkreis Karlsruhe

Der Landkreis Karlsruhe liegt mit seiner Inzidenz hingegen weiter knapp über 100. Eine gemeinsame Öffnungsstrategie ist daher nicht möglich. Über Öffnungen und Schließungen hatten sowohl die Stadt Karlsruhe als auch der Landkreis eigentlich gemeinsam entscheiden wollen.

Viele Bürger pendeln täglich zwischen Stadt- und Landkreis hin und her, einheitliche Regeln und Konzepte machten daher Sinn, meinen der Landkreis und die Stadt. Solche Konzepte lassen die aktuellen Corona-Regeln aber nicht zu.

Inzidenzwert erschwert Zusammenarbeit

Für Behörden wie die Stadt Karlsruhe ist die Abhängigkeit von Inzidenzwerten jedoch ein Balanceakt. Schwankungen bei den Inzidenzen gibt es immer wieder. So ist es nicht selten vorgekommen, dass Geschäfte jeweils nur ein paar Tage öffnen konnten, ehe sie wieder schließen müssen. Ein System, das am Ende niemanden wirklich weiter bringt, meint Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup. Er fordert deshalb eine Lösung unabhängig von Inzidenzwerten.

Testen statt Lockdown

Eine Möglichkeit könnte eine umfassende Teststrategie sein. Dafür setzen sich neben dem Karlsruher OB auch Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen oder der Städtetag von Baden-Württemberg ein. Neben Tests an Kitas und Schulen fordern sie, dass auch in Betrieben regelmäßig getestet wird. Außerdem sollen sich Bürger in Testzentren auf das Corona-Virus prüfen lassen. Fällt der Test negativ aus, könnten sie zum Beispiel ein Zertifikat erhalten, das den Besuch in Restaurants, Kinos und anderen Einrichtungen erlaubt. So soll ein dauerhafter Weg aus dem Lockdown ermöglicht werden.

Betriebe müssen flexibel bleiben

Bis dahin scheint es aber noch ein weiter Weg. Für Betriebe bedeutet es, dass sie je nach Inzidenz weiter zwischen Öffnung und Schließung hin und her pendeln. In Karlsruhe hat man sich bereits darauf vorbereitet, ab Samstag vielleicht wieder öffnen zu dürfen. Unter anderem der Zoo und das Badische Landesmuseum wollen dann schnellstmöglich wieder Besucher empfangen. Sonst müssten sie am Ende vielleicht schon wieder schließen, bevor sie überhaupt richtig geöffnet haben.

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