So könnte die neue Synagoge in Pforzheim einmal aussehen (Foto: Pressestelle, Jüdische Gemeinde Pforzheim)

Jüdische Gemeinde setzt ein Zeichen

Eine neue Synagoge für Pforzheim

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AUTOR/IN
Peter Lauber

Die jüdische Gemeinde in Pforzheim will eine neue Synagoge bauen. Das gab Vorsitzender Rami Suliman am Dienstag am Rande einer Gedenkfeier zur Reichspogromnacht bekannt.

Die neue Synagoge soll als Anbau zum bestehenden Gotteshaus in Pforzheim errichtet werden, das bislang eher versteckt in den Räumen einer ehemaligen Bank untergebracht ist. Der Neubau soll hingegen auch nach außen sichtbar als Synagoge zu erkennen sein.

Platz für 140 Gläubige

Geplant sei ein Bau mit abstrakten Formen, dessen Grundriss sich am salomonischen Tempel orientiere, so Architekt Peter W. Schmitt. Darin ein lichtdurchfluteter Gebetsraum mit Platz für bis zu 140 Gläubige.

So könnte die neue Synagoge in Pforzheim von Innen aussehen (Foto: Pressestelle, Jüdische Gemeinde Pforzheim)
So könnte die neue Synagoge in Pforzheim von Innen aussehen Pressestelle Jüdische Gemeinde Pforzheim

"Wir haben eine schöne und gemütliche Synagoge, aber von draußen sieht man nicht, dass es eine Synagoge ist. Wir wollen eine sichtbare Synagoge in Pforzheim haben."

Der Oberrat der Israeliten Badens habe das Vorhaben schon abgesegnet, so Gemeindevorsitzender Rami Suliman. Jetzt muss noch die Gemeinde ihr Votum in einer Vollversammlung abgeben. "Ich gehe aber davon aus, dass in der Gemeinde niemand dagegen ist, eine neue Synagoge zu bauen", sagte Rami Suliman dem SWR. Die Kosten werden auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Wenn alles gut gehe, so Suliman, könnte die neue Synagoge schon in zwei Jahren stehen.

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