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Auch Pforzheim nimmt die Lockerungen der vergangenen Tagen zum Teil zurück. Der Corona-Inzidenzwert von 50 wurde drei Mal in Folge überschritten. Zuvor hatten Calw und Rastatt die Maßnahme angekündigt.

Der Einzelhandel in Pforzheim darf ab Donnerstag nicht mehr allgemein öffnen. Erlaubt bleibt lediglich das Abholen von bestellter Ware und das Einkaufen nach vorheriger Terminvereinbarung.

Oberbürgermeister Peter Boch kritisiert Landesregierung

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) hat die Alleinstellung der Stadt Tübingen als landesweite Corona-Modelkommune kritisiert. In Tübingen ist am Dienstag ein Modellprojekt zu mehr Öffnungsschritten gestartet worden. Gegenüber den Pforzheimer Einzelhändlern und Gastronomen sei das Vorgehen der Landesregierung nur schwer vermittelbar, so Boch.

Als Großstadt und Oberzentrum im Nordschwarwzald sei Pforzheim ebenfalls gut als Modell geeignet. "Wir wollen nicht benachteiligt werden", betont Boch. Zumal angesichts steigender Inzidenzwerte Geschäfte in Pforzheim wieder schließen, während sie in Tübingen offen bleiben dürfen. Der Oberbürgermeister bietet an, dass sich Pforzheim mit Unterstützung der Apotheken beim Testen als Modellgroßstadt am Projekt "Öffnen mit Sicherheit" beteiligt.

Landrat Rosenau: "Dritte Welle sehr real!"

Auch Museen, Galerien und der Wildpark dürfen in Pforzheim nur mit vorheriger Anmeldung öffnen. Geschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf bleiben weiterhin geöffnet. Der landesweite Trend habe nun auch Pforzheim erreicht, so Oberbürgermeister Peter Boch (CDU). Die Gefahr einer dritten Welle sei sehr real, fügte Landrat Bastian Rosenau hinzu.  Beide appellieren deswegen, weiterhin sehr vorsichtig und umsichtig zu bleiben.

Neue Einschränkungen auch im Kreis Rastatt

Der Landkreis Rastatt hat am Dienstag die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft, ein privates Treffen darf dann nur mit einer weiteren Person aus einem weiteren Haushalt stattfinden, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht zählen. Museen werden geschlossen und der Einzelhandel darf statt Einkaufen mit Termin nur noch "Click and Collect" anbieten, also Abholung nach Bestellung.

Für Stadt und Landkreis Karlsruhe drohen zunächst keine Verschärfungen

In der Stadt Karlsruhe lag die 7-Tage-Inzidenz am Wochenende zwei Tage über einem Wert von 100, sank am Montag darunter und stieg am Dienstag wieder über 100. Der Zoo, der letzte Woche mit Termin besucht werden konnte, hat vorsorglich den Ticketverkauf gestoppt.

Der Landkreis Karlsruhe lag bisher unter einem Inzidenzwert von 100, müsste also eigentlich noch nicht über strengere Corona-Beschränkungen nachdenken, allerdings wollen Stadt und Landkreis künftig einheitliche Regelungen beschließen, wenn es notwendig wird.

"Wir stehen in einem ständigen Austausch mit dem Landkreis und halten ein gemeinsames Vorgehen für sinnvoll."

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD)

Im Landkreis Calw müssen Geschäfte wieder schließen und Termine vergeben

Auch im Landkreis Calw mussten die Geschäfte wieder schließen und dürfen nur noch Kunden mit vorheriger Anmeldung einlassen. Grund ist auch hier der gestiegene Inzidenzwert, der seit drei Tagen über 50 liegt. Landrat Helmut Riegger kritisiert die Regelung: die reinen Inzidenzwerte sollten nicht ausschlaggebend für Lockerungen sein, sondern die Gesamtsituation. Der Einzelhandel sei nicht die Ursache für steigende Infektionszahlen.

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