Kathrin Valerius im Labor mit einem Mitarbeiter (Foto: SWR)

Internationaler Tag der Frauen in der Wissenschaft

Es geht ums Universum! Karlsruher Wissenschaftlerin forscht zu Astroteilchen

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AUTOR/IN
Daniel Günther

Der 11. Februar ist der internationale Tag der Frauen in der Wissenschaft. Kathrin Valerius vom Karlsruher Institut für Technologie ist eine erfolgreiche Wissenschaftlerin für Astroteilchen.

Kathrin Valerius zählt auf ihrem Gebiet zu den führenden Köpfen in Deutschland. Ihr Fachgebiet ist schier unendlich! Denn es geht um das Universum. Um es genau zu sagen, erforscht sie die Masse der Neutrinos. Geisterhafte Elementarteilchen, die uns milliardenfach durchdringen. Dem Universum ist es egal ob es von Männern oder Frauen erforscht wird. Die Realität auf der Erde aber ist, die Wissenschaft könnte ein gutes Stück weiblicher sein.

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Die Abzweigung zur Physik kam spät

Der Weg von Kathrin Valerius hinein in die Naturwissenschaft war lange gar nicht geplant. Wie bei vielen anderen jungen Mädchen und Frauen hatte sie zunächst ganz andere Pläne. Noch bis zur Oberstufe im Gymnasium wollte sie etwas mit Fremdsprachen machen. So gab es sehr spät die Abzweigung hin zur Physik.

"Tatsächlich war es dann der letzte Physiklehrer, (...) der in mir dieses Bewusstsein geweckt hat, dass das naturwissenschaftliche Studium, insbesondere die Physik, das spannendste ist, was ich machen könnte."

Heute ist sie der Masse der Neutrinos auf der Spur. Das leichteste, häufigste und doch rätselhafteste Teilchen unseres Universums. Zur Hand hat sie dafür die genaueste Waage der Welt. 70 Meter lang 60 Millionen Euro teuer. Mit dem Namen "Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment" oder kurz "Katrin", allerdings ohne "h" wie Kathrin Valerius mit einem Lächeln betont.

Kathrin Valerius steht im Labor für Neutrino Experimente. Hinter ihr Aparaturen (Foto: SWR)
Dr. Kathrin Valerius ist Astroteilchenphysikerin und leitet eine Nachwuchsgruppe am Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment "KATRIN" des KIT

Man muss junge Frauen erst einmal für die Wissenschaft begeistern

Das Gleichgewicht der Geschlechter in der Wissenschaft anzusteuern ist für Kathrin Valerius eine Herzenssache. Allerdings muss man die jungen Frauen auch erst einmal für die Wissenschaft begeistern und gewinnen.

"Wir nutzen jede Gelegenheit, um unsere Forschung zu präsentieren. Es gibt zum Beispiel Studienbotschafterinnen, die in die Schulen fahren. Die wirken dann auch als Vorbilder."

Die Geschlechterdiskriminierung in der Wissenschaft ist längst noch nicht beendet und darauf soll der "Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" aufmerksam machen.

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