Geflüchtete bekommen "Waldbaden" erklärt (Foto: SWR)

Projekt für geflüchtete Menschen

Waldbaden für Flüchtlinge in Pforzheim dient der Integration

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AUTOR/IN
Peter Lauber

Geflüchtete Menschen zu integrieren - eine wichtige Aufgabe der Kommunen. Die Stadt Pforzheim hat sich was ganz Besonderes ausgedacht: Mitarbeiter gehen mit Flüchtlingen regelmäßig Waldbaden.

Mitten im Wald bei Schömberg (Enzkreis): Zwölf Frauen stehen im Kreis. Sie stammen aus Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea. Manche sind in ihren traditionellen Gewändern gekleidet, manche tragen Kopftuch. Atemübungen und Meditation statt Deutsch-Vokabeln büffeln, es ist eine andere Form der Integration. Die Teilnehmerinnen genießen es.

Die Frauen sollen ihre Umgebung bewusst wahrnehmen, den Waldboden riechen, das Moos ertasten, das sanfte Rauschen der Blätter hören, die Früchte des Waldes schmecken, sagt Gesundheitstrainer Burchard Wedewer.

"Diese Menschen erleben beim Waldbaden so viele neue Dinge, dass jeder einmal Stress abgebaut hat, dass jeder zu sich selbst findet."

Alle Last im Wald ablegen

Hinter einem Stein sollen die Frauen symbolisch alle ihre mitgebrachten Lasten ablegen. Und Sorgen tragen sie alle mit sich. Ja, der Wald tue ihnen gut, meinen die Teilnehmerinnen schon nach den ersten Übungen. Integration sei eben mehr als nur Deutsch lernen und deutsche Gesetze zu kennen, sagt Alexandra Neuner vom Integrationsmanagement der Stadt Pforzheim.

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