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In der Karlsruher Europahalle startet am Freitagabend das Indoor-Meeting der Leichtathleten. Wegen der Corona-Pandemie findet das Event dieses Mal ohne Zuschauer und unter strengem Hygienekonzept statt.

Rund 120 Athletinnen und Athleten werden sich beim Indoor-Meeting messen. Darunter Weitspringer Fabian Heinle, Stabhochspringer Renaud Lavillenie und Sprint-Weltmeisterin Dina Asher-Smith. Sie alle müssen in der Europahalle ohne Zuschauer an den Start gehen, der SWR überträgt das Event aber ab Freitag, 18:35 Uhr im Live-Stream.

SWR Reporterin Isabel Gotovac über das Indoor-Meeting in der Blase:

Kontaktnachverfolgung: Bewegungsdaten werden aufgezeichnet

Für das Indoor-Meeting gilt ein strenges Sicherheits- und Hygienekonzept: In einer so genannten Blase bleiben alle Teilnehmer ausschließlich unter sich und werden regelmäßig auf Corona getestet. Zusätzlich können durch ein spezielles System die Kontakte vor Ort nachverfolgt werden. Dabei werden die Bewegungsdaten aller in der Halle aufgezeichnet. Die Technik dazu kommt von der Firma Race Result aus Pfinztal (Kreis Karlsruhe), erklärte Chef-Organisator Martin Wacker.

"Unser Nachverfolgungssystem ist schon etwas, das einmalig ist. Hier ist eben die hundertprozentige Nachverfolgung gewährleistet, im Falle, wenn eine Person nachträglich sagen muss: 'da war doch was'. Wir müssen dann nicht 400 bis 600 Leute in den Lockdown schicken, weil wir diese Person dann ganz genau benennen können."

Martin Wacker, Chef-Organisator des Indoor-Meetings

Außerdem wurden die Kontaktbereiche auf dem Veranstaltungsgelände entzerrt. So gibt es auch Aufwärmbereiche außerhalb der Europahalle.

Stimmung unter den Athleten gut - trotz Corona

Auch, wenn die internationalen Sportler dieses Mal ganz ohne Publikum in der Europahalle gegeneinander antreten müssen, ist die Stimmung unter den Athleten aber nicht am Boden, versichert Wacker.

"Ich muss wirklich sagen, wenn Weltstars sich mit Tränen in den Augen bedanken und sagen: 'toll, dass ihr das macht', dann haben wir in vielerlei Hinsicht alles richtig gemacht."

Martin Wacker, Chef-Organisator

Pandemie hat Organisation auf harte Probe gestellt

Die Pandemie hat auch das Indoor-Meeting in Karlsruhe auf eine harte Probe gestellt. Früh hatten sich die Organisatoren entschieden, die Veranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen. Intensive Abstimmungen mit der Stadt und den Behörden folgten - eine Absage kam aber nicht in Frage. Das klare 'Ja' zum Indoor Meeting schaffe auch eine große Bewunderung außerhalb, erklärt Wacker im Gespräch mit dem SWR.

Organisator Wacker erklärt, mit welchem Gefühl er auf den Start des Indoor-Meetings blickt:

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