Porträt von Uwe Hück (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uli Deck)

Berufspolitiker sind unerwünscht

Uwe Hück stellt neue Partei vor

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Der aus der SPD ausgetretene Ex-Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück gründet eine neue Partei. Sie soll keine Protestpartei sein, sich aber von den etablierten Parteien abgrenzen.

Die Pläne für die neue Partei hat Hück in Pforzheim vorgestellt. Sie soll "Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel" heißen und will eine Partei von Bürgern für Bürger sein, so Hück. Berufspolitiker sind nicht erwünscht, Posten und Gremien sollen ausschließlich nach beruflicher und fachlicher Qualifikation vergeben werden.

"Es ist keine Hück-Partei, sondern eine Bürgerbewegung."

Dabei will die Bewegung allerdings keine Protestpartei sein, von der AfD grenzt man sich klar ab. Nationalismus, Populismus und Faktenverleugner hätten bei ihnen keinen Platz, so Hück und seine Mitstreiter.

Inhalte sind sozialdemokratisch

Inhaltlich lehnt man sich stark an die Grundwerte der SPD an, die in der aktuellen Partei aber nicht mehr gelebt würden, so der Vorwurf. Wichtige Felder wie Bildung, Digitalisierung, Nahverkehr oder Gesundheitswesen sollen wieder staatliche Kernaufgaben werden.

Der Vorsitzende der neuen Partei soll der Pforzheimer Unternehmer Sebastian Haase werden, ehemaliges CDU-Mitglied. Uwe Hück selbst wird einer von zwei Stellvertretern. Die Partei soll am 20. Februar offiziell gegründet werden. Bei der Bundestagswahl will die Bürgerbewegung erstmals antreten, wenn es bis dahin genug Unterstützer bundesweit gibt.

Hück ist im Dezember nach 40-jähriger Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten. Zuvor hatte er innerhalb der SPD eine eigene Bewegung gegründet. Zuletzt hatte Hück sich einen Machtkampf mit der langjährigen Bundestagsabgeordneten Katja Mast geliefert, die er beerben wollte.

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