STAND
AUTOR/IN

Das Land Baden-Württemberg hat weitere Helfer in die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz geschickt. Krankenwagen und Personal machten sich am Samstag auf den Weg.

Helfer in Bruchsal vor der Abfahrt (Foto: SWR)
Helfer in Bruchsal vor der Abfahrt

Insgesamt 19 Fahrzeuge mit 41 Personen wurden von Innenminister Thomas Strobl (CDU) vor der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal verabschiedet. Strobl dankte den Helfern und bot weitere Unterstützung für die Betroffenen an.

Viele Helfer aus dem Land im Dauereinsatz

Einige der Sanitäter mit ihren Fahrzeugen waren bereits im Einsatz und kehren jetzt in die Hochwassergebiete insbesondere im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz zurück. Bislang hat das Land 600 Einsatzkräfte von Sanitätsdienst, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geschickt. Man leiste kräftige und entschlossene Hilfe, so das baden-württembergische Innenministerium.

Video herunterladen (6,8 MB | MP4)

Einsatzkräfte auch aus Karlsruhe im Einsatz

Auf Anforderung des baden-württembergischen Innenministeriums wurde am Freitag weitere Hilfe aus Karlsruhe entsandt. 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen der freiwilligen Feuerwehren der Stadtteile Knielingen und Neureut helfen bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten. Der Einsatz wird von der Karlsruher Berufsfeuerwehr geleitet.

Einsatzkräfte der Karlsruher Feuerwehr im Hochwassergebiet (Foto: Branddirektion Karlsruhe)
Einsatzkräfte der Karlsruher Feuerwehr im Hochwassergebiet Branddirektion Karlsruhe

Die Karlsruher Kräfte haben eine Hochleistungspumpe im Einsatz, mit der bis zu 8.000 Liter Wasser pro Minute gefördert werden kann. Unter anderem wurden damit die Kellerräume eines Schulzentrums leer gepumpt.

"Wir erleben hier viel Hilfsbereitschaft, sowohl in der Bevölkerung als auch unter den Hilfskräften."

Zuvor kam im Hochwassergebiet bereits der Hochwasserzug des Landkreises Karlsruhe an. Zu ihm gehören Fahrzeuge und Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Ubstadt-Weiher, Bretten, Bad Schönborn und Graben-Neudorf. Ihr Einsatzgebiet ist in Kordel (Kreis Trier-Saarburg). Dort haben die Wassermassen große Schäden angerichtet.

SWR Moderator Heiner Kunold im Gespräch mit Susanne Rein, Zugführerin des Hochwasserzugs:

Hilfskonvoi mit Kräften aus dem ganzen Land

Die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) war am Donnerstagabend der Sammelpunkt für einen Hilfskonvoi von Einsatzkräften aus ganz Baden-Württemberg. Rund 300 Helfer mit über 100 Kranken- und Rettungswagen sowie Fahrzeugen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk machten sich auf den Weg in die Gebiete der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Darunter auch der Hochwasserzug des Landkreises Karlsruhe. Der Konvoi wurde von der Polizei mit Blaulicht eskortiert.

Einsatzkräfte vor dem Start in der Landesfeuerwehrschule  (Foto: Einsatz-Report24/Markus Rott )
Einsatzkräfte vor dem Start in der Landesfeuerwehrschule Einsatz-Report24/Markus Rott

Auch der Katastrophenschutzzug des Kreises Calw beteiligt sich an der Hilfsaktion. Rund 20 Angehörige der Feuerwehren Calw, Bad Liebenzell und Gechingen hatten sich zunächst in Calw gesammelt, um sich dann dem Konvoi in Bruchsal anzuschließen.

Dringend benötigtes Gerät

Die Hilfe ist vielseitig - die Einsatzkräfte bringen dringend benötigte Gerätschaften für Bergungsmaßnahmen, Aufräumarbeiten und Versorgung mit. Darunter sind Boote, Notstromaggregate, Pumpen, Schlauchmaterial und Sandsäcke. All das wurde in der Nacht mit Blaulicht nach Rheinland-Pfalz gefahren, um dort zu helfen und die Einsatzkräfte vor Ort zu entlasten. Diese sind teils mehr als 24 Stunden im Dauereinsatz gewesen.

Rheinland-Pfalz

Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz Kreis Ahrweiler: Jetzt 117 Tote offiziell bestätigt

Nach der verheerenden Flut im Norden von Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile 117 bestätigte Todesfälle. Das teilte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Sonntagabend in einem Gespräch mit dem SWR mit.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Starkregen und Überschwemmungen Hochwasser-Live-Blog in RLP: Schon zwei Millionen Euro Soforthilfe an der Ahr ausgezahlt

Nach der Hochwasserkatastrophe vor allem im Norden des Landes wird das ganze Ausmaß deutlich. Die Zahl der Toten steigt und viele Menschen werden weiter vermisst. Hier die aktuelle Lage:  mehr...

STAND
AUTOR/IN