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Der Arzneimittelhersteller Heel in Baden-Baden beginnt heute als eines der ersten Unternehmen in der Region mit Corona-Betriebsimpfungen - in einem eigenen Impfzentrum.

Nachdem am Montag die Impfpriorisierung weggefallen ist, wird das Impfen für alle Erwachsenen möglich, auch in den Unternehmen. Die ersten Betriebe in der Region sind vorbereitet - wie zum Beispiel auch der Arzneimittelhersteller Heel in Baden-Baden. Das firmeneigene Impfzentrum steht Mitarbeitern und deren Angehörigen seit Dienstag zur Verfügung. Das Impfen im Betrieb - eine Herkulesaufgabe für den Arzneimittelhersteller.

"Es war ein Projekt mit vielen Fragezeichen. Es war nicht mehr das Thema, ob wir das wollen, sondern, wie wir das bestmöglich hinbekommen."

Zu wenig Impfstoff zum Start

850 Mitarbeitende hat das Unternehmen am Hauptsitz in Baden-Baden. 160 Mitarbeitende konnten am Dienstag mit Biontech geimpft werden. Mehr Dosen standen zum Impfstart leider nicht zur Verfügung. Theoretisch hätte man fast alle Mitarbeiter an einem Tag impfen können.

Christian Kässinger, Betriebsratsvorsitzender, über den Imfpstart bei Heel:

"Das Angebot ist von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen worden. Wir sind komplett durchgetaktet."

Impfungen für Angehörige per Losverfahren

Wenn alles nach Plan laufe, könne die Firma schon in der kommenden Woche auch die Angehörigen der Mitarbeitenden impfen, so der Betriebsratsvorsitzende Kässinger.

Geimpft wird parallel in vier Kabinen, die Impfreihenfolge wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat festgelegt. Erst kommen die Mitarbeiter nach Alter geordnet an die Reihe, danach die Angehörigen per Losverfahren. Die Heel-Mitarbeiter in Baden-Baden sind froh über das Angebot.

"Ich hab es bei acht verschiedenen Impfzentren versucht und hier habe ich ganz einfach einen Termin bekommen - das ist hoch professionell und toll."

Betriebsimpfungen im eigen Impfzentrum

In einer leer geräumten Produktionshalle wurden Impfkabinen und Wartebereiche eingerichtet. Wenn der Nachschub mit dem Impfstoff klappt, könnte die Belegschaft in ein paar Wochen durchgeimpft sein. Danach will Firmenchef Ralph Schmidt, der für die Aktion einen niedrigen sechsstelligen Betrag ausgegeben hat, das Impfzentrum anderen Firmen mietfrei zur Verfügung stellen. Wichtig ist ihm, dass alle, die geimpft werden möchten, auch tatsächlich bald eine Impfung bekommen.

Zu wenig Impfdosen für Betriebe?

Der Präsident des Betriebsärzte-Verbandes, Wolfgang Panter, beklagte vergangene Woche, dass die Betriebe deutlich weniger Impfstoff erhalten würden. Er rechnet zunächst damit, dass pro Woche nicht mehr als 100 Impfdosen pro Betriebsmediziner ausgeliefert werden.

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