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Viele Fragezeichen und Unsicherheiten bestimmen die Haushalte des Enzkreises und der Stadt Pforzheim im kommenden Jahr. Grund ist die Corona-Pandemie.

Ganz im Zeichen von Corona steht der Haushalt 2021 der Stadt Pforzheim. Der Etat wurde am Montag erstmals digital eingebracht. Anstelle von Oberbürgermeister Peter Boch stellte Erster Bürgermeister Dirk Büscher den Haushaltentwurf vor. Seine Rede wurde per Video in den Ratssaal übertragen.

Rücklagen in vier Jahren aufgebraucht

Der Etat umfasst Erträge in Höhe von 584 und Ausgaben in Höhe von 617 Millionen Euro. Das ergibt ein Minus von 33 Millionen. Das bedeutet Pforzheim muss noch mehr sparen. Die Rücklagen werden, wenn sich nichts wesentlich zum Positiven ändere, in vier Jahren aufgebraucht sein, warnte Dirk Büscher.

Blick in das Gremium des Pforzheimer Gemeinderats (Foto: SWR)
Blick in das Gremium des Pforzheimer Gemeinderats

Schließlich will man an geplanten Investitionen, wie etwa dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Ersatz maroder Bäder, nicht rütteln. Auch die Verschuldung soll weiter sinken, von jetzt 115 auf 101 Millionen bis zum Ende des nächsten Haushaltjahres.

Enzkreis muss Personal umschichten

Beim Enzkreis ist vor allem die Personalplanung von Corona beeinflusst. Im Gesundheitsamt habe man massiv Personal aufgestockt, innerhalb der Kreisverwaltung Arbeitsplätze umgeschichtet. Anderswo werde deshalb Arbeit liegen bleiben, sagte Landrat Rosenau bei der Einbringung des Haushalts.

Es fehlen 3,5 Millionen Euro

Auch wie viele zusätzliche Mitarbeiter man im Sozialbereich durch krisenbedingt steigende Fallzahlen benötige, sei noch nicht abzusehen. Sicher ist nur eines: ausgeglichen ist der 280 Millionen Euro umfassende Kreis-Etat nicht – es fehlen dreieinhalb Millionen. Deswegen werde die Kreisumlage erhöht. Positiv sei, so Rosenau, dass die Schulden auch 2021 leicht gesenkt werden könnten.

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