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Die Sonderprüfung beim Leasing-Unternehmen Grenke habe vorerst keine Hinweise auf Geldwäsche erbracht, teilte das Baden-Badener Unternehmen mit. Allerdings enthält der Zwischenbericht deutliche Kritik an der Geschäftspolitik von Grenke.

Die von der Finanzaufsicht BaFin beauftragten Wirtschaftsprüfer bemängeln vor allem den Umgang mit Tochterfirmen in den Unternehmensbilanzen, aber auch die fehlende Offenlegung von personellen Verflechtungen rund um Wolfgang Grenke im Konzern. So hätte beispielsweise die Lebensgefährtin des Firmengründers als sogenannte "nahe stehende Person" im Jahresabschluss benannt werden müssen, da sie geschäftlich im Firmenkonstrukt involviert war.

Mängel sieht der Bericht außerdem bei der Geldwäsche-Prävention, auch wenn es nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfer keine Anhaltspunkte gibt, dass die Grenke-Bank systematisch und aktiv der Geldwäsche Vorschub geleistet hat. Das Unternehmen gelobte am Freitag in einer Pressekonferenz erneut Besserung.

"Wir haben uns einmal auf links drehen lassen und einiges verändert"

Grenke-Finanzvorstand Sebastian Hirsch

Im vergangenen Jahr hatte der britische Börsen-Spekulant Fraser Parring dem Unternehmen Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vorgeworfen. Seitdem kämpft das Leasing-Unternehmen um seinen Ruf. Nach dem Zwischenstand der Sonderprüfung ist die Grenke-Aktie am Freitag deutlich gestiegen.

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