Glasaale (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Philipp Schulze)

Naturschutz am Rhein

Klein, glitschig, bedroht: Dieser Fisch aalt sich im Rhein bei Karlsruhe

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Sie sind nur wenige Zentimeter groß und in ihrem Bestand gefährdet. Im Rhein bei Karlsruhe haben Experten jetzt aber wieder eine große Zahl von Glasaalen ausgesetzt.

Rund 75.000 Glasaale wurden in dieser Woche an der französischen Küste gefangen und an den Rhein gebracht. In sehr kleinen Gruppen wurden sie zwischen Neuburg und Dettenheim bevorzugt am steinigen Ufer oder an versunkenden Holzstrukturen ausgesetzt.

Der Glasaal ist begehrte Schmuggelware

Die Zahl der Glasaale geht seit dem 90er Jahren zurück. Die Fischereibehörde im Karlsruher Regierungspräsidium setzt deswegen regelmäßig Glasaale aus dem Westatlantik aus, um die Artenvielfalt zu fördern. Die rund acht Zentimeter langen Tiere sind geschützt und werden immer wieder nach Asien geschmuggelt, wo sie als Delikatesse gelten.

Aus 3.000 Glasaalen können nach Angaben von Dr. Peter Breckling, Generalsekretär des Deutschen Fischereiverbandes in Hamburg bis zu 600 bis 700 Kilo Konsumaal entstehen. Bei 30 bis 40 Euro pro Kilo könnten so über 10.000 Euro erwirtschaftet werden.

Glasaale (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Philipp Schulze)
Glasaale heißen so, weil sie im frühen Entwicklungsstadium noch "durchsichtig" sind. picture alliance/dpa/Philipp Schulze

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