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Der Karlsruher Gemeinderat hat am Dienstagabend mit einer Mehrheit entschieden, dass die Straßenbahnschienen in der Kaiserstraße nach Fertigstellung der sogenannten Kombilösung entfernt werden.

Die Grünen, die Linke und die AfD hatten sich in Anträgen für einen befristeten Verbleib der Schienen in der Fußgängerzone ausgesprochen. Zuerst müssten der Straßenbahntunnel und die neue Tramlinie in der Kriegsstraße zeigen, dass sie den Verkehr aufnehmen können, so die Argumentation der Parteien. Die Grünen wollten die Schienen ein Jahr, die AfD sogar drei Jahre länger in der Fußgängerzone liegen lassen.

Förderung ist an Rückbau gekoppelt

Doch Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) hatte schon erklärt, er wolle sich an den Bürgerentscheid halten, der die Entfernung der Gleise vorsieht. Außerdem sei die Förderung durch Bund und Land - das sind rund 700 Millionen Euro - an den Rückbau in der Fußgängerzone gekoppelt. SPD, CDU und Freie Wähler haben ebenfalls für die Entfernung der Schienen gestimmt (zu den Abstimmungsergebnissen), sie wollten sich an den Bürgerentscheid halten und für die Entfernung der Schienen stimmen.

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